Ulrich Evers

„In Richtung Enttabuisierung arbeiten“ - Hochkarätige Veranstaltungsreihe zum Thema Depression

Bremervörde/Landkreis. Depression, obwohl inzwischen zu einer weit verbreiteten Volkskrankheit mutiert, ist immer noch für viele Menschen ein Tabuthema. Besonders Betroffene scheuen sich oft, mit ihrem Seelenleiden an die Öffentlichkeit zu gehen. Dem tritt das Bündnis gegen Depression im Landkreis Rotenburg / Wümme ganz entschieden entgegen. Mit einem hochkarätigen Veranstaltungsprogramm will es auch in diesem Jahr wieder offensiv für eine Enttabuisierung des Themas eintreten.

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Freuen sich auf die abwechslungsreiche Veranstaltungsreihe, die sich dem Krankheitsbild Depression von den verschiedensten Seiten anzunähern versuchen wird: Andreas von Glahn, stellvertretender Vorsitzender des Bündnisses gegen Depression im Landkreis Rotenburg, Marianne Regenberg vom Vorstand Tandem e.V. und Bündnis-Schatzmeister Uwe Schradick (v.l.).   Foto: ue

Freuen sich auf die abwechslungsreiche Veranstaltungsreihe, die sich dem Krankheitsbild Depression von den verschiedensten Seiten anzunähern versuchen wird: Andreas von Glahn, stellvertretender Vorsitzender des Bündnisses gegen Depression im Landkreis Rotenburg, Marianne Regenberg vom Vorstand Tandem e.V. und Bündnis-Schatzmeister Uwe Schradick (v.l.). Foto: ue

Bremervörde/Landkreis. Depression, obwohl inzwischen zu einer weitverbreiteten Volkskrankheit mutiert, ist immer noch für viele Menschen ein Tabuthema. Besonders Betroffene scheuen sich oft, mit ihrem Seelenleiden an die Öffentlichkeit zu gehen. Dem tritt das Bündnis gegen Depression im Landkreis Rotenburg / Wümme ganz entschieden entgegen. Mit einem hochkarätigen Veranstaltungsprogramm will es auch in diesem Jahr wieder offensiv für eine Enttabuisierung des Themas eintreten.

„Es ist wichtig, über Depressionen als Krankheit zu sprechen“, sagt dazu Andreas von Glahn, stellvertretender Vorsitzender des Bündnisses gegen Depression im Landkreis. „Unsere Idee ist, dass wir in Richtung Enttabuisierung arbeiten wollen.“ Nach seinen Worten bestehe in der Gesellschaft eine große Sprach- und Hilflosigkeit, wenn es um Depressionen gehe. „Für viele ist dieses Krankheitsbild schlicht nicht greifbar. Bei unserem diesjährigen Programmangebot haben wir keine Fachvorträge dabei, wohl aber eine große Fachlichkeit“, so von Glahn weiter.
Die Herbsttour 2019 besteht aus vier hochkarätigen Referenten, die das Thema Depression jeweils auf ihre ganz eigene Art und Weise aufgreifen werden. Jede Veranstaltung findet zwei Mal an verschiedenen Standorten statt, um so das große Wirkungsgebiet des Bündnisses gegen Depression im Landkreis besser abdecken zu können.
Los geht es mit der Veranstaltung „Depression unplugged.“ Die Sängerin und Gitarristin Marie-Luise Gunst wird dabei mit hochkarätigen Musikern auftreten und sich dem Krankheitsbild mit ehrlichen und authentischen Songs annähern. Marie-Luise Gunst tritt am Samstag, 26. Oktober in der Kulturbühne Bremervörde, Bremer Straße 11, und einen Tag später, am Sonntag, 27. Oktober, in der Aula des Rotenburger Ratsgymnasiums auf.
Kurz danach befasst sich die passionierte Fotografin Nora Klein unter dem Motto „mal gut, mehr schlecht“ gemeinsam mit der depressionserfahrenen Sabine Fröhlich mit dem Seelenleiden. Während der moderierten Veranstaltung geht es in Gesprächen um die visuelle Ausdrucksform für die Gefühlswelt depressiver Menschen. Zu sehen sind die beiden am Dienstag, 29. Oktober, in der Kulturbühne Bremervörde und am Mittwoch, 30. Oktober, in der Volksbank in Zeven.
Humorvoll nähert sich Carsten Petermann in seiner Abendveranstaltung „Kann man seinem Psychiater trauen?“ dem Themenkomplex. Selbst Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie nimmt er auf kreative, poetische und ironische Weise den eigenen Berufsstand aufs Korn. Petermann ist am Freitag, 15. November, in der Begegnungsstätte Quab, Auf dem Quabben 14a in Zeven, und am Samstag, 16. November, im Rotenburger Café Kubus, Nordstraße 3 zu sehen.
Den Abschluss der Veranstaltungsreihe bildet eine Lesung und Gespräch mit dem Schauspieler Simon Licht und dem Journalisten und Autoren Alexander Wendt. Unter dem Titel „Du Miststück - Meine Depression und ich“ zeichnet Wendt seinen eigenen Kampf mit der Depression nach und lässt seine Zuhörerschaft an der Herausforderung teilhaben, die Depression als lebenslange Herausforderung anzunehmen, ohne dabei in eine Opferrolle zu verfallen.
Alexander Wendt und Simon Licht sind am Mittwoch, 20 November, in der Rotenburger Stadtbibliothek Kantor-Helmke-Haus, und am Donnerstag, 21. November, in der Kulturbühne Bremervörde zu sehen.
Alle Veranstaltungen beginnen um 19.30 Uhr.
Karten gibt es im Vorverkauf in der Rotenburger Buchhandlung Müller, Goethestraße 24, der Zevener Volksbank, Vitus-Platz 3, und der Bremervörder Buchhandlung Morgenstern, Neue Straße 29.
Sie können auch online vorbestellt werden unter info@buendnis-row.de
Möglich gemacht wird die hochkarätige Veranstaltungsreihe natürlich erst durch Sponsoren, wie zum Beispiel die Stadtwerke Rotenburg, die Deutsche Bahn Stiftung, Tandem e.V. oder die Robert Enke Stiftung sowie die Gesellschaft für soziale Hilfen GESO.


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