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Monika Hahn

Gemeinsames Konzept überzeugte

Harsefeld. LEADER-Region Moorexpress-Stader Geest wurde anerkannt

Zusammen stark für die Region Moorexpress Stader Geest (v. li.): Die Bürgermeister:innen Michael Hannebacher (Bremervörde), Stephan Meyer (Geestequelle), Ute Kück (Harsefeld) und Marc Breitenfeld (Gnarrenburg).

Zusammen stark für die Region Moorexpress Stader Geest (v. li.): Die Bürgermeister:innen Michael Hannebacher (Bremervörde), Stephan Meyer (Geestequelle), Ute Kück (Harsefeld) und Marc Breitenfeld (Gnarrenburg).

Mit insgesamt 2,37 Mio. Euro EU-Fördermitteln sollen in den kommenden Jahren viele Projekte in den Landkreisen Rotenburg und Stade umgesetzt werden.

In der aktuellen Förderperiode kann die Region Moorexpress-Stader Geest in den nächsten vier Jahren zusammen mit den 2,3 Mio. Euro von der EU sogar Regionalentwicklungsprojekte mit einem geschätzten Gesamtvolumen von rund 4 Mio. Euro umsetzen. Die Höchstgrenze für die Förderung liegt bei 150.000 Euro pro Projekt.

Zusammen mit ihren Amtskollegen lud kürzlich Harsefelds Bürgermeisterin Ute Kück zum Pressegespräch nach Harsefeld, um über die lang ersehnte Aufnahme in das LEADER-Programm zu informieren.

Bereits seit rund 15 Jahren arbeiten die Stadt Bremervörde, die Samtgemeinde Geestequelle, die Gemeinde Gnarrenburg, die Samtgemeinde Apensen, die Samtgemeinde Fredenbeck sowie die Samtgemeinde Harsefeld bei der Realisierung von Projekten zur Regionalentwicklung zusammen. Die Kommunen aus den Landkreisen Stade und Rotenburg (Wümme) sind nun LEADER-Region Moorexpress-Stader Geest.

„LEADER“ steht für „Liaison entre actions de développement de l´économie rurale“, und lässt sich sinngemäß übersetzen mit „Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft“.

Nach einem öffentlichen Aufruf gab es 2021 mehrere Online-Konferenzen, bei denen Ideen aus der Bevölkerung zur Regionalentwicklung zusammengetragen wurden. Die ehrenamtlich arbeitende Lenkungsgruppe mit vielen verschiedenen regionalen Akteurinnen aus den Bereichen Verkehr, Naturschutz, Wirtschaft und Handel, Kultur, Senioren usw. hat aus fünf Handlungsfeldern nun zunächst 16 „Starterprojekte“ herausgearbeitet, die vorangebracht werden sollen.

 

Geplante Projekte

 

Exemplarisch wären hier zu nennen der Ausbau touristischer und informativer Angebote zu Sehenswürdigkeiten. Im Raum Harsefeld soll der alte Pilgerweg zwischen Stade und Rom „VIA ROMEA“ besser ausgebaut und beschildert werden. In Gnarrenburg steht eine Überarbeitung des Moorerlebnispfades an. Kreisübergreifend soll an der Einrichtung von digitalen Besucher:innenführungen an touristisch interessanten Punkten gearbeitet werden. An besonders frequentierten Orten sollen zudem Infotafeln auf Themenrundgänge verweisen.

Alle beteiligten Gemeinden sehen den Bedarf an Orten für Co-Working-Spaces und prüfen, ob, wo und wie diese Büros eingerichtet werden können.

„Mich freut besonders, dass viele Projekte aus den Bereichen Bildung und Jugend dabei sind“, so Harsefelds Bürgermeisterin Ute Kück. Die Idee für eine außerschulische Bildungseinrichtung als Schnittstelle zwischen Schule, Wissenschaft und Praxis mit den Schwerpunkten Land, Technik und Design steht ebenso im Raum wie die Gründung und stärkere Einbindung von Jugendräten mit eigenem Budget und die Schaffung von Jugendfreizeiteinrichtungen.

Weitere Projekte aus den Bereichen Seniorenbildung, Mobilität, Bürgerservice, Natur- und Artenschutz, Musikförderung und Errichtung und Pflege von Treffpunkten für Bürger:innen stehen ebenfalls auf der Liste.

„Mit den Mitteln aus dem LEADER-Programm können wir viele Lücken schließen, Dinge fördern, die sonst hinten runterfallen,“ sagt Gnarrenburgs Verwaltungschef Marc Breitenfeld. Alle Kommunen haben zum Ziel, möglichst viele der Projekte umzusetzen. Dabei müsse immer genau geprüft werden, ob es für die eine oder andere Idee andere öffentliche Fördermittel gibt. Zudem sollen die Gelder aus dem LEADER-Programm gerecht, entsprechend der Einwohner:innenzahlen auf die gesamte Region verteilt werden.

 

Koordinator:in gesucht

 

Zur Koordination der Projekte suchen die Gemeinden und die Stadt Bremervörde aktuell eine Person, die das Projektmanagement übernimmt und als Schnittstelle zwischen den Menschen vor Ort und den Verwaltungen dient. Außerdem ist die Lenkungsgruppe noch in den Bereichen Sport, Jugend und Landwirtschaft unterbesetzt. Wer sich einbringen möchte, wendet sich direkt an das zuständige Rathaus.


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