Käte Heins

Flexi-Kinder können länger bleiben

Beverstedt. Um Eltern in der Gemeinde Beverstedt den Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz zu erfüllen, werden im Rathaus kräftig Pläne geschmiedet.
 
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Um das Angebot erweitern zu können, sollen zwei neue Erzieher:innen eingestellt werden.  Foto: khe

Um das Angebot erweitern zu können, sollen zwei neue Erzieher:innen eingestellt werden. Foto: khe

Geschäftsbereichsleiter André Holscher verweist auf die extreme Platznot in der Beverstedter Kitalandschaft. Wenn ab 1. August die ehemalige Kita in Wellen wieder in Betrieb genommen werden kann, dann könne die Verwaltung auf die zunehmende Nachfrage nach Kindergartenplätzen reagieren. Durch die Pandemie gibt es allerdings Verzögerungen.
 
Gebührenerlass
 
In den zurückliegenden Monaten war durch die anhaltende Corona-Pandemie in den Kindergärten der Gemeinde Notbetreuung angesagt. Ab 8. März wurde der eingeschränkte Regelbetrieb wieder aufgenommen. Einstimmig hatte der Rat der Gemeinde Beverstedt dafür votiert, die Kita-Gebühren und die Gebühren der musikalischen Früherziehung durch die Musikschule Beverstedt-Hagen zu erlassen. Die gezahlten Beiträge von Januar bis März werden automatisch zurück erstattet. Eine Leistung, die nicht stattfindet, kann nicht zu einer zusätzlichen Belastung für die Eltern führen. „Das wird alle Eltern freuen, deren Kinder zwischen acht und zehn Stunden die Betreuungszeit in Anspruch nahmen, oder eine Krippe oder Hort besuchten“, betonte Bürgermeister Guido Dieckmann (Parteilos).
 
Öffnungszeiten verlängert
 
Ortsvorsteher Bernd Beckmann (CDU) warb um Zustimmung für die Verlängerung der Öffnungszeiten in der Wollingster Kita „Mäusenest“. Von bisher 7.30 bis 13.30 Uhr auf künftig 7 bis 16 Uhr wird die Kita demnächst geöffnet sein. Am 1. August soll es losgehen. Bis dahin sollen noch zwei neue Erzieher:innen eingestellt werden. „Wir werden umdenken und weiter vorausschauend planen müssen, was die Öffnungszeiten angeht“, sagte Fraktionsvorsitzender Gerd Tienken (SPD). Der Antrag auf Öffnungszeitenverlängerung wurde einstimmig beschlossen.
 
Vermehrte Rückstellungen
 
Für sogenannte „Flexi-Kinder“, die das 6. Lebensjahr zwischen dem 2. Juli und dem 30. September vollenden, können die Erziehungsberechtigten entscheiden, den Schulbesuch um ein Jahr hinauszuschieben. Wenn Eltern wegen der anhaltenden Pandemie von der Möglichkeit Gebrauch machen, führt das zwangsläufig zu einer längeren Warteliste. Bis zum 1. Mai können Erziehungsberechtigte noch eine formlose Erklärung vor Beginn des betreffenden Schuljahrs einreichen. Bis dahin heißt es warten, um dann eine verlässliche Planung des neuen Kita-Jahres in der Gemeinde zu gestalten.


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