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Ex-Wellenbreker begeistern

„Moord in‘n Höhnerstall“ war ein voller Erfolg

Alfstedt (uml). Seit vielen Jahren begeistert das plattdeutsche Jugendtourneetheater „Wellenbreker“ jedes Jahr seine Fans im gesamten Elbe-Weser-Dreieck mit einem neuen Stück aus der Feder von Bodo Schirmer.

Durch die Corona-Pandemie blieb aber ein Stück in der Schublade liegen, da es nicht aufgeführt werden durfte. Dies konnten die „ehemaligen Wellenbreker“ nicht zulassen und überredeten die Theaterpädagogin Gudrun Oeltjen-Hinrichs, dieses doch sehr besondere Stück mit ihnen einzustudieren. Neun Old-Stars trafen sich an 7 Probetagen dank der tatkräftigen Unterstützung des hiesigen Mühlenvereins in der Alfstedter Mühle und übten als „Ex-Wellenbreker un Frünn“ das Stück „Moord in´n Höhnerstall“ ein.

Die Premiere des Stückes fand dann für die meisten Akteure als Heimspiel im Gemeindesaal Alfstedt statt und mit über 120 Zuschauern war der Saal bis auf den letzten Platz besetzt.

Worum geht es in diesem Einakter? Die Hühnermast-Besitzerin, Renate, möchte kürzertreten und die Firma in jüngere Hände legen. Die Nichten und Neffen haben allesamt ein großes Loch auf ihrem Finanzkonto und würden gerne zugreifen – aber da haben sie die Rechnung ohne Renates Assistenten gemacht, der sein eigenes, zwielichtiges, Spiel spielt. Während der Geburtstagsfeier der Firmeninhaberin kommt es dann zum großen Showdown und die ehemals zerstrittenen Familienmitglieder versuchen auf ihre eigene Art und Weise ihre Haut zu retten.

Ein Kriminalkomödie mit viel Tiefgang und Wahrheit, die extrem ausdrucksstark von den Laiendarstellern präsentiert wurde. Vom ersten Moment strahlten die Schauspieler eine wahre Freude aus, die zeigte, wie sehr sie die Bühne vermissten. Die erfahrenen und auch lebenserfahrenen Mimen spielten ohne Unsicherheiten und begeisterten das Publikum mit ihrer Körpersprache und -spannung und jede Rolle war in Perfektion besetzt.

Auf der Bühne standen Conny Bösch als Haushälterin Gerda, Nina Englisch-Peterschewski als Besitzerin der Hühnerfarm, Sascha Langbehn als Assistent und Henriette Heinsohn als seine Verlobte. Mareike Brandt begeisterte als überkandidelte Fernseh-Diva, die von ihrer Schwester Heike (gespielt von Katharina Hinck) gemanagt wird. Thore Mangels als Bruder von Dina und Heike sorgte zusammen mit seiner Frau Konstanze (Alicia Gabriel) für so manchen Lacher. Eine schwere Aufgabe hatte Kommissar Fischer (Lennart Polle) zu erfüllen, denn der zerstreute Wachtmeister war mit den verwirrenden Aussagen der Tatbeteiligten sehr überfordert.

Wie es sich für ein Projekttheater des Landschaftsverbandes Stade gehört, wurden alle Arbeiten und Requisiten in Eigenregie erschaffen, so sorgte Thore Mangels für das Bühnenbild, Jörg Peterschewski für Fotos und Videos, Jessica Müller unterstützte als Souffleuse und Regieassistenz und die Regie oblag der Theater-Erfahrenen Gudrun Oltjen-Hinrichs, die fast sentimental in ihrer Dankesrede den Schauspielern und Helfern dankte.


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