

Gnarrenburg. Timm Haberland kandidiert bei der Kommunalwahl am Sonntag, 13. September, für den Ortsrat Langenhausen, den Gemeinderat Gnarrenburg und den Kreistag des Landkreises Rotenburg. Der Unternehmer und Diplom-Ingenieur möchte seine berufliche Erfahrung in die Kommunalpolitik einbringen und Verantwortung auf mehreren Ebenen übernehmen.
Die drei Kandidaturen versteht Haberland nicht als Sammeln von Ämtern. Vielmehr seien Ortsrat, Gemeinderat und Kreistag eng miteinander verbunden. Themen, die in der Ortschaft beginnen, beträfen häufig die gesamte Gemeinde oder würden auf Kreisebene entschieden. Haberland will deshalb Anliegen aus Langenhausen in die Gemeinde tragen und Interessen Gnarrenburgs im Kreistag vertreten.
Mehr Pragmatismus in der Politik
Sein politischer Ansatz orientiere sich stark an seinen Erfahrungen als Unternehmer. Probleme müssten analysiert, mit den beteiligten besprochen und anschließend Entscheidungen getroffen werden. Dass Politik Diskussionen, Mehrheiten und demokratische Entscheidungsprozesse brauche, stehe für ihn außer Frage. Dennoch wünsche er sich mehr Pragmatismus und weniger Bürokratie.
Im Ortsrat Langenhausen möchte Haberland vor allem Ansprechpartner für die Menschen sein. Sein Ziel sei es, dass der Ort für Familien attraktiv bleibe und sich weiterentwickeln könne. Dazu zählt er eine funktionierende Infrastruktur ebenso wie Vereine, Feuerwehr, Ehrenamt und Dorfgemeinschaft.
Auch im Gemeinderat will Haberland die zwölf Ortschaften der Gemeinde im Blick behalten. Eine starke Zentralisierung lehnt er ab. Die Dörfer bräuchten Entwicklungsmöglichkeiten, etwa bei Bauplätzen oder Infrastruktur. Junge Menschen sollten die Chance haben, in der Region zu bleiben oder nach der Ausbildung und Studium zurückzukehren.
Haberland verweist zudem auf die Entwicklung der Gemeinde in den vergangenen Jahren. Nach seiner Darstellung wurde investiert und gleichzeitig die Verschuldung reduziert. Baugebiete und Gewerbeflächen seien entwickelt, Glasfaser und Mobilfunk vorangebracht worden. Eine besondere Bedeutung misst er dem Regionalen Versorgungszentrum für die künftige medizinische Versorgung bei.
Schulden und Verwaltung im Blick
Mit seiner Kandidatur für den Kreistag möchte Haberland auch die Interessen des gesamten Landkreises vertreten. Die finanzielle Entwicklung des Landkreises betrachtet er kritisch. Investitionen etwa in Schulen, Straßen, Rettungsdienst und Digitalisierung seien notwendig. Zugleich müsse stärker geprüft werden, ob Vorhaben tatsächlich gebraucht würden.
Auch bei der Verwaltung sieht Haberland Veränderungsbedarf. Behörden sollten sich stärker als Dienstleister für Bürger und Unternehmen verstehen. Bürokratie, lange Verfahren und unklare Zuständigkeiten könnten Investitionen bremsen. Seine Kritik richte sich dabei ausdrücklich nicht gegen die Beschäftigten im öffentlichen Dienst, sondern gegen komplizierte Strukturen und politische Vorgaben.
Wirtschaft, Ehrenamt und Bildung
Eine starke regionale Wirtschaft ist für Haberland ebenfalls ein wichtiger Schwerpunkt. Arbeits- und Ausbildungsplätze sowie Steuereinnahmen entstünden durch Unternehmen, die investieren und Verantwortung übernähmen. Dafür seien verfügbare Gewerbeflächen, schnellere Entscheidungen und digitale Verwaltungsverfahren notwendig.
Große Bedeutung misst er zudem dem Ehrenamt bei. Feuerwehren, Sport- und Schützenvereine, Fördervereine sowie Heimat- und Kulturvereine seien für das gesellschaftliche Leben in den Dörfern unverzichtbar.
Auch Bildung und Betreuung gehören zu seinen Schwerpunkten. Kindertagesstätten und Schulen müssten verlässlich funktionieren, Gebäude in gutem Zustand sein und die digitale Ausstattung zeitgemäß bleiben.
Haberland tritt für die CDU an, betont jedoch, Entscheidungen nicht allein von der Parteizugehörigkeit abhängig machen zu sollen. Gute Vorschläge sollten seiner Auffassung nach auch dann unterstützt werden, wenn sie von politischen Mitbewerbern stammten.
Auch nach der Wahl wolle er für Bürger ansprechbar bleiben. Sein Ziel sei es, Langenhausen, die Gemeinde Gnarrenburg und den Landkreis stärker miteinander zu verbinden, Investitionen kritisch zu prüfen, Bürokratie abzubauen und kommunale Entscheidungen pragmatisch zu gestalten.




