Ulrich Evers

„Der Anbau macht die Schule komplett“

Selsingen. Mit ihrer Erweiterung der Grundschule Im Sick hat die Gemeinde einen entscheidenden Schritt in Richtung Zukunft gewagt.

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Selsingen.Dass sich die Samtgemeinde Selsingen bei Neubürgern großer Beliebtheit erfreut, belegen die rasanten Verkaufszahlen in den ausgewiesenen Neubaugebieten. Nicht zuletzt mit einer sehr guten Infrastruktur weiß die Samtgemeinde vor allem auch junge Familien an sich zu binden. Mit der Erweiterung der Grundschule Im Sick hat man jetzt einen weiteren und entscheidenden Schritt in Richtung Zukunft gemacht. „Seit 2005 der erste Bauabschnitt unserer Schule fertiggestellt wurde, stiegen die Schülerzahlen kontinuierlich“, berichtet Schulleiter Helmut Winkelmann. Auch wenn sie aktuell eher im Sinken begriffen sind, sieht er für die nahe Zukunft einen erneuten Anstieg durch den massiven Zuzug junger Familien. Dennoch, so Winkelmann, sei der neue Anbau in erster Linie nicht den steigenden Schüler*innen zahlen geschuldet, sondern schaffe den für einen zeitgemäßen Schulbetrieb nötigen Rahmen. Corona-Beschleunigung Auf rund 300 Quadratmetern sind in dem neuen Anbau drei neue Klassen- und drei Gruppenräume entstanden. Nach Norden gelegen habe sich hier „eine richtig tolle, ruhige Ecke“ entwickelt, in der es keine Probleme durch klimabedingte Überhitzung gebe, so Helmut Winkelmann. Nach Baubeginn im Juni vergangenen Jahres konnte der Bau zügig vollendet werden. „Die Situation wegen der Corona-Krise hat die Fertigstellung sogar noch beschleunigt“, berichtet Helmut Winkelmann. Der Musikraum, der bisher nicht mehr als ein notdürftig mit Schränken abgeteiltes Stück der Aula war, findet in dem neuen Anbau ein neues Zuhause. Somit wird zukünftig die Aula zur Gänze wieder für Veranstaltungen nutzbar sein, was nach Worten des Schulleiters der ganzen Samtgemeinde zugutekommt: „Wir haben hier eine tolle Bühne, auf der auch viele öffentliche Veranstaltungen stattfinden.“ Bessere Lern- und Lehrbedingungen Ein Förderraum und eine Bücherei, die auch als Leseraum genutzt werden kann, vergrößern die Möglichkeiten der Schule zusätzlich. Die durch den Anbau im alten Schulteil freigewordenen Flächen werden ebenfalls bereits genutzt. Schon seit 2001 sei nach Worten Winkelmanns das Lehrerzimmer zu klein geplant gewesen. Jetzt hat sich die Situation auch dahin gehend verbessert. „Was uns so freut, ist, dass wir die Arbeitsbedingungen für die Lehrer und die Lernbedingungen für die Schüler so ausbauen konnten, dass wir richtig gut arbeiten können.“ Das ehemalige Lehrerzimmer konnte in einen Sozial- und Pausenbereich und das eigentliche Lehrerzimmer als Arbeitsbereich separiert werden. „Lehrer arbeiten heute anders, als vielleicht noch vor 20 Jahren. Viele machen ihre Arbeit ganz in der Schule bis in die Nachmittage hinein.“ Das, so Winkelmann, erfordere mehr Arbeitsplätze für die Unterrichtsvorbereitung. Echter Verwaltungstrakt Durch die mit dem neuen Anbau frei gewordenen Räumlichkeiten konnte nun auch ein Kopier- und Materialraum geschaffen werden, in dem endlich alle für den Unterricht nötigen Materialen gebündelt werden können. „Früher mussten wir draußen auf dem Korridor kopieren. Da gab es auch keinen Abzug“, so Winkelmann. Geplant ist jetzt noch die Schaffung eines Wartebereiches für Eltern. Sitzmöbel dafür seien bereits bestellt. „Durch die Umstrukturierungen im Gebäude haben wir einen echten Verwaltungstrakt bekommen, der beruhigt ist“, erklärt Helmut Winkelmann. Rund 800.000 Euro hat die Samtgemeinde in den Anbau investiert und damit auch Weitblick für die Zukunft bewiesen. Die Decke des Anbaus wurde aus Beton hergestellt, sodass in späteren Zeiten auch die Erweiterung durch ein weiteres Stockwerk möglich wäre. „Auch wenn die Schülerzahlen sich so weiterentwickeln, sind wir mit dem Anbau fit für die Zukunft. Insgesamt wird die Attraktivität der Schule steigen. Das ist gut für die ganze Samtgemeinde und natürlich auch für die Gewinnung neuer Lehrkräfte“, freut sich Helmut Winkelmann.


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