Ralf G. Poppe

Bremervörder Klinikneubau eingeweiht

Mit der offiziellen Einweihung des Neubaus investiert die OsteMed nicht nur in moderne Medizin, sondern auch in die Zukunft der Gesundheitsversorgung im Landkreis Rotenburg.

Bremervörde. Mit einem Festakt hat die OsteMed Kliniken und Pflege gGmbH am Dienstag ihren Klinikneubau am Standort Bremervörde offiziell eingeweiht. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Gesundheitswesen, Kirche und zahlreichen Gästen aus der Region wurde ein Meilenstein für die medizinische Versorgung im Landkreis Rotenburg gefeiert.

Mit dem Neubau investiert die OsteMed nicht nur in moderne Medizin, sondern auch in Nachhaltigkeit. Eine Photovoltaikanlage sowie ein Blockheizkraftwerk versorgen sowohl den Neu- als auch den Bestandsbau effizient mit Energie. Die Investitionen in den Klinikumbau und den Neubau des Bettenhauses belaufen sich auf insgesamt 46,5 Millionen Euro. Das Land Niedersachsen fördert das Projekt mit mehr als 31 Millionen Euro, der Landkreis Rotenburg beteiligt sich mit 15,5 Millionen Euro.

 

Festbeiträge mit Hintergrund und Humor

Geschäftsführer Rainer Röhrs begrüßte die Gäste und blickte auf die Entwicklung des Projekts zurück. Mit dem Neubau setzt die OsteMed ihre strategische Weiterentwicklung des Klinikstandortes Bremervörde fort. Nachdem das Krankenhaus Zeven im Jahr 2018 geschlossen wurde, rückte die Bündelung stationärer Angebote am Standort Bremervörde mehr in den Mittelpunkt. Mit der Umsetzung der sogenannten Einhäusigkeit werden bislang räumlich getrennte Bereiche an einem Standort zusammengeführt. „Mit dem Neubau erreichen wir einen wichtigen Meilenstein, um die medizinische Versorgung der Menschen im Elbe-Weser-Raum langfristig und wohnortnah zu sichern“, so Röhrs.

Anschließend trat Dr. Christine Arbogast, Staatssekretärin im Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung, ans Mikrofon, um den Festbeitrag zur Eröffnung zu gestalten. „Der Neubau des Bettenhauses ist weit mehr als Beton, Stahl und Glas. Er steht für den Willen, in Zeiten von demografischer Veränderung, Fachkräftemangel und steigenden Anforderungen an Qualität und Wirtschaftlichkeit eine wohnortnahe medizinische Versorgung langfristig zu sichern und weiterzuentwickeln. Die dadurch geschaffenen modernen Strukturen werden nicht nur den Patientinnen und Patienten zugutekommen, sondern gleichermaßen den Arbeitsbedingungen der Beschäftigten“, so Dr. Arbogast. Die Staatssekretärin würdigte den Neubau als wichtiges Signal für eine moderne und zukunftsfähige Krankenhausversorgung in Niedersachsen.

Auch Landrat Marco Prietz hob die große Bedeutung des Neubaus für die Gesundheitsversorgung der Region hervor und unterstrich die enge Zusammenarbeit zwischen Landkreis und Klinikträger. Musikalisch begleitet wurde der Festakt vom Salonorchester Stade.

Thorsten Heine, Erster Kreisrat des Landkreises Stade, zitierte in seinen Grußworten Songzeilen aus dem Lied „When I‘m Sixty-Four“ von den Beatles und kleidete das Thema des Tages mit viel Humor in passende Worte: „In den Sechziger Jahren konnte man sich nicht vorstellen, so alt zu werden. Und dass man dann auch noch gefüttert und sich überhaupt noch um einen gekümmert würde. Heute ist Gott sei Dank das Greisalter viel weiter nach hinten gerückt – auch für mich eine positive Perspektive. Infolgedessen ist es so, dass gerade der Schwerpunkt der Geriatrie, der hier ja auch maßgeblich zum Neubau beigetragen hat, ganz wichtig ist. Wer Angehörige in diesem Kontext hat, die pflegebedürftig sind, wird solche neuen modernen Einrichtungen dankbar betrachten.“ Superintendent Carsten Stock gestaltete den geistlichen Impuls.

 

Moderne Strukturen mit bedeutenden Behandlungskonzepten

Nach dem offiziellen Banddurchschnitt nutzten zahlreiche Gäste die Gelegenheit, den Neubau im Rahmen von Führungen kennenzulernen und sich über die modernen medizinischen Konzepte zu informieren. Der Neubau schafft optimale Voraussetzungen für eine moderne Patientenversorgung und zeitgemäße Arbeitsbedingungen.

Das neue Bettenhaus verfügt ausschließlich über Einzel- und Doppelzimmer mit integrierten barrierefreien Badezimmern und erfüllt hohe Ansprüche an Komfort, Funktionalität und medizinische Ausstattung. Der Neubau beinhaltet 60 Betten für die Akutgeriatrie mit dem zertifizierten Alterstraumazentrum. Direkt angeschlossen sind die Bereiche Physiotherapie, Physikalische Therapie, Ergotherapie und Logopädie, wodurch kurze Wege und eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit ermöglicht werden. Ebenfalls im Neubau angesiedelt ist die neue Station für Interdisziplinäre Multimodale Schmerztherapie mit 26 Betten.


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