

Bremervörde/Deinste. Mehr als 30 Jahre nach dem Ende des regelmäßigen Personenverkehrs sollen ab Dezember 2028 wieder Züge zwischen Stade und Bremervörde fahren. Rund 70 Bürger:innen informierten sich bei einer Veranstaltung der Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser (evb) in Deinste über den Stand der Planungen.
Landrat Kai Seefried bezeichnete den großen Zuspruch als starkes Signal für das Projekt. Die Kommunen entlang der Strecke würden von der verbesserten Anbindung profitieren. Auch Vertreter:innen aus Politik und Wirtschaft unterstützten die Reaktivieren.
Nach Angaben von evb-Geschäftsführer Christoph Grimm wurden die Förderanträge eingereicht und die Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren vorgelegt. Die Umsetzung hängt allerdings weiterhin von der Bewilligung der Bundesmittel ab. Sie sollen rund 90 Prozent der auf etwa 22 Millionen Euro geschätzten Kosten decken. Eine endgültige Finanzierungszusage könnte Anfang 2028 vorliegen.
Zunächst noch keine optimalen Anschlüsse
Die evb plant zunächst eine direkte Verbindung zwischen Bremervörde und Stade. Die Anschlüsse an weiterführende Züge werden dabei allerdings noch nicht optimal aufeinander abgestimmt sein. Ein verbessertes Zielkonzept könnte frühstens 2030 umgesetzt werden. Dafür sind zusätzliche Bauarbeiten im Bahnhof Stade notwendig.
Entlang der Strecke sollen Bahnsteige neu gebaut oder saniert und die Stationen barrierefrei gestaltet werden. Vorgesehen sind unter anderem taktile Leitsysteme, Fahrgastanzeigen, Fahrkartenautomaten und Wetterschutzeinrichtungen. Zudem soll die Strecke mit neuer Signaltechnik ausgerüstet werden. Zwei Kreuzungsbahnhöfe sollen Zugbegegnungen auf der eingleisigen Verbindung ermöglichen. Auch im Bahnhof Stade sind Anpassungen geplant.
Für die Gestaltung des Bahnhofsumfelds sind die jeweiligen Kommunen zuständig. Dazu gehören Park-and-Ride- und Bike-and-Ride-Anlagen, bessere Busanschlüsse sowie Haltestellen für einen möglichen Schienenersatzverkehr. Deinstes Bürgermeister Jörg Müller erklärte, die dafür notwendigen Mittel seien bereits in den kommunalen Haushalten berücksichtigt.



