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Besonderes Naturschauspiel

Wer derzeit die Meheniederung bei Hollen besucht, kann mit etwas Glück Dutzende Störche bei der Nahrungssuche und den Vorbereitungen auf den Vogelzug beobachten.

 

Über 70 Störche sammeln sich aktuell in den Wiesen in der Südbörde.

Über 70 Störche sammeln sich aktuell in den Wiesen in der Südbörde.

Bild: Uml

Hollnseth. Aktuell sammeln sich vermehrt Störche in der Südbörde – kürzlich fanden sich über 70 Weißstörche in den Hollener Wiesen zusammen. Kaum ein heimischer Vogel übt eine so große Faszination auf uns aus, wie der Storch. Mit einer Flügelspannweite von bis zu zwei Metern, einer Körperhöhe von rund 80 Zentimetern und einer Lebenserwartung von 20 bis 30 Jahren zählt er zu den eindrucksvollsten Vogelarten unserer Region.

Umso schöner ist das Naturschauspiel, das sich derzeit an der Mehe in Hollen beobachten lässt: Eine große Gruppe – höchstwahrscheinlich einjährige, noch nicht geschlechtsreife Jungstörche – hat in den feuchten Meheniederungen zwischen Abbenseth und Hollen einen reich gedeckten Futterplatz gefunden. Dort finden sie reichlich Nahrung wie Mäuse, Frösche, Insekten und Würmer.

Die Ansammlungen dienen zugleich als Vorbereitung auf den bevorstehenden Zug in die Überwinterungsgebiete nach Südwesteuropa oder Afrika. Bevor die Jungstörche ihre oft mehrere tausend Kilometer lange Reise antreten, sammeln sie Kraft und schließen sich zu größeren Gruppen zusammen.

Besonders in den Abendstunden bietet sich den Beobachtern ein beeindruckendes Bild, wenn die Störche gemeinsam über den Wiesen kreisen, auf Nahrungssuche gehen und sich anschließend auf Straßenlaternen oder der Flutlichtanlage des Sportplatzes niederlassen. Das für Störche typische Klappern dient dabei nicht nur der Begrüßung, sondern auch der Kommunikation untereinander. Die Bewohner von Hollen freuen sich über ihre gefiederten Gäste. Schließlich gilt der Storch seit Jahrhunderten als Glücksbringer und steht in vielen Kulturen für neues Leben, Fruchtbarkeit und Heimatverbundenheit. Vielleicht bringt der außergewöhnliche Besuch ja tatsächlich ein wenig Glück – und wer weiß, vielleicht sogar den einen oder anderen Babyboom.


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