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Ralf G. Poppe

65 Jahre verheiratet

Inge und Hans-Georg Rohde feiern Eiserne Hochzeit

Inge und Hans-Georg Rohde sind dankbar für die lange Zeit, die sie bereits miteinander verbringen konnten.

Inge und Hans-Georg Rohde sind dankbar für die lange Zeit, die sie bereits miteinander verbringen konnten.

Gnarrenburg (rgp). Am 29. August durften Inge (*1935) und Hans-Georg Rohde (*1932) in Gnarrenburg das sehr seltene Fest der „Eisernen Hochzeit“ feiern. Zu diesem besonderen Ehrentag gratulierten persönlich vor Ort neben dem Gnarrenburger Gemeindebürgermeister Marc Breitenfeld auch Ortsbürgermeister Ralf Rimkus, der stellvertretende Landrat Erich Gajdzik sowie der neue Gnarrenburger Pastor Dieter Klee.

 

Jugendjahre

 

Kennengelernt hat sich das heutige Jubiläumspaar bereits im Jahr 1945, als der in Gnarrenburg geborene, dreizehnjährige Hans-Georg Rohde die Ankunft der damals zehnjährigen Inge Hoffmann, die - organisiert durch das DRK - zusammen mit ihrer Mutter, der Großmutter und dem Bruder über Swinemünde und Travemünde aus ihrer alten Heimat Kolberg nach Gnarrenburg gekommen war.

Bis beide ein Paar wurden, dauerte es jedoch noch einige Jahre. Zunächst fuhr Hans-Georg ab 1947 mit dem Fahrrad zur der Bäckerei Buck nach Bevern, um dort seine Lehrzeit zu absolvieren. Inge begann 1950 ihre Ausbildung im damaligen Gnarrenburger Kaufhaus Müller, um den Beruf der Einzelhandelskauffrau zu erlernen. Später arbeiteten beide unabhängig voneinander noch eine Zeitlang in Bremervörde.

Während Inge beim Kaufhaus Kamman angestellt war, machte Hans-Georg in der Konditorei von Meta Hube seinen Meister – Sohn Wolfgang (*1959) begann seine Ausbildung 1975 ebenfalls im Cafe Hube.

 

Silvester hat es gefunkt

 

Ein Paar wurden die heutigen Jubilare 1950, als sie sich auf der Silvesterfeier von Freunden ineinander verliebten. Bis zur Hochzeit dauerte es dennoch rund weitere acht Jahre.

1958 übernahm das junge Brautpaar dann die Bäckerei Rohde, die Hans-Georgs Vater Johannes begründet hatte. Da Johannes „im Krieg geblieben“ war, hatte Mutter Gesine den Betrieb wieder zum Laufen gebracht, nachdem im Krieg zeitweise ein Möbellager im Gebäude der Bäckerei untergebracht gewesen war. Zunächst haben Schwester Herta und Ehemann Hinrich Kerstner das Geschäft geleitet. Als die Kerstners jedoch ein gutes Angebot aus Bederkesa bekamen, übernahmen Inge und Hans-Georg Rohde die Backstube. „Was“, so Inge, „für eine gelernte Einzelhandelskauffrau eine große Umstellung war“. Aber dennoch gut funktionierte, denn bis 1992 leitete das Eiserne Ehepaar über mehrere Dekaden erfolgreich den Betrieb.

Dann übernahmen Sohn Wolfgang und Ehefrau Petra (*1965; geb. Müller) die Geschäftsleitung, und bauten diese mit mehreren Fillialen - dazu gehört heute auch der ehemalige Betrieb Buck in Bevern - ebenfalls erfolgreich aus. Inge und Hans-Georg mussten sich also keine Sorgen machen, und hatten fortan die Zeit, um gemeinsam mit dem Wohnmobil intensiv in Deutschland umherzureisen. Zudem wurden auf vier Rädern Länder wie Italien und Spanien zu erkundet.

Obwohl es Hans-Georg zunächst schwergefallen war, schon im Alter von 60 Jahren in Rente zu gehen, zudem all seine Ehrenämter aufzugeben, ist er im Nachhinein dankbar für die schöne Zeit, die er bis zum heutigen Tag mit seiner Inge erleben durfte.


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