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100 Jahre Vereinsgeschichte Die Schützengesellschaft Basdahl

Basdahl (sla). Eigentlich wollte man die 100 Jahre Schützengesellschaft in Basdahl groß feiern. Daraus wird wegen Corona aber leider nichts. Zeit für also für einen Rückblick auf die Geschichte.
 

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Basdahl (sla). Eigentlich wollte man die 100 Jahre Schützengesellschaft in Basdahl groß feiern. Daraus wird wegen Corona aber leider nichts. Zeit für also für einen Rückblick auf die Geschichte. Auf dem Grundstück Am Brink 4a in Basdahl hängte an diesem Wochenende die Fahne des Schützenvereins Basdahl auf halbmast. Hier residiert Schützenpräsident Wulf Steinberg. Nicht nur er, wohl sämtliche der derzeit 212 Vereinsmitglieder haben sich den Verlauf des dritten Juniwochenendes sicherlich anders vorgestellt. Festakt, Festumzug und Festzelt waren angedacht. Es sollte das 100-jährige Jubiläum des Schützenvereins sowie das 50-jährige Bestehen der Damenabteilung groß gefeiert werden. Aber dann tauchte im Frühjahr ein Virus namens „Covid-19“ auf und machte allen einen dicken Strich durch die Rechnung. Die Feierlichkeiten wurden abgesagt. Nun greift „Plan B“ des Vorstandes. Das gesamte Programm wird auf den 10./11. September 2021 verschoben. Die Vereinsgeschichte Die Ursprünge liegen im Kriegerverein für Basdahl und Oese, der sich um 1900 bildete. Am 19. Juni 1920 kam es zur Erstgründung des Schützenvereins. Nachstehend Auszüge des Protokolls: Nach vorheriger Bekanntmachung in der Bremervörder Zeitung hatten sich die vorher in der Liste eingetragenen Personen zwecks Gründung eines Schützenvereins am Sonntag, 19. Juni 1920, beim Gastwirt Oedring, Basdahl, versammelt. Es wurde einstimmig beschlossen, einen Verein zu gründen. Er soll den Namen „Schützengesellschaft Basdahl“ führen. Es wurde sodann zur Vorstandwahl geschritten, wozu folgende Herren gewählt wurden: Hauptmann = E. Hoffmann, Schützenmeister = Claus Grotheer, Schützenmeister = Hermann Schone, 1. Leutnant = Diedr. Sethmann, 2. Leutnant = Wilhelm Seba, 1. Adjudant = Johann Müller, 2. Adjudant = Heinrich Oeding, Fähnrich = Heinrich Hartig, Feldwebel= Johan Borchers, Schriftführer = B. Brede. Das erste Fest Festgelegt wurde ein Beitrag von 6 Mark, welcher in halbjährlichen Raten von 3 Mark zu zahlen ist, dazu bei Eintritt ein einmaliger Betrag von 10 Mark. Das erste Schützenfest wurde für den 8. August 1920 festgelegt. Der erste Schützenkönig hieß Heinrich Oerding. Aus den weiteren Protokollen ist zu entnehmen, dass 1921 die Anschaffung eines Vereinsabzeichens für notwendig befunden wurde. 1924 wurde der Bau eines Schießstandes erörtert. Nach vielen Eigenleistungen und mit gespendetem Holz wurde Mitte 1925 am Eulenberg im „Hohlen Grund“ der Bau gerichtet- Die Kosten beliefen sich auf 400 Mark. Das letzte Schützenfest vor dem 2. Weltkrieg wurde 1939 gefeiert. Die sechsköpfige Garde Nach zwölfjähriger Pause standen im Mai 1951 die Wiedergründung und im Juli das nächste Schützenfest an. Ab 1953 wurde das Schießen anlässlich des Schützenfestes jährlich wechselseitig auf dem „Eulenberg“ und „In der Kluste“ durchgeführt. Ein Jahr später konnte auf der Nachfeier im August eine neue Fahne geweiht werden. Seit 1958 wird der jeweilige König von der sechsköpfigen Garde unterstützt. Der Vizekönig wird seit 1964 auf dem Vogel ausgeschossen. Auf der Vorstandversammlung am 19. Juli 1969 wurde beschlossen, eine Damenabteilung ab dem 1. Januar 1970 in den Verein aufzunehmen. Lieselotte Hilken schoss sich zur ersten Königin. Das 50-jährige Jubiläum feierte die Gesellschaft in diesem Jahr unter große Beteiligung der Nachbarvereine auf dem Schulhof. In der „Kluste“ Die außerordentliche Generalversammlung am 29. August 1970 sprach sich für den Bau eines neuen Schießstandes in der „Kluste“ aus, der Ende April 1972 seiner Bestimmung übergeben wurde. Die Mitglieder scheuten sich nicht vor immensen Eigenleistungen. Auch musste jeder Schütze zwei Bausteine von jeweils 25 Mark erwerben. Eine Sportschützenabteilung bildete sich 1981. Aus Anlass des Doppeljubiläums 1995 (75 Jahre Schützenverein/25 Jahre Damenabteilung) gab der Vorstand eine Chronik heraus. 1997 stand die Erneuerung des Daches des Schießstandes an. Seit 2004 werden König und Königin im Wechsel auf verdeckte Scheibe und Vogel ausgeschossen. Da eine große Nachfrage bestand, wurden diese 2008 mit dem Vereinswappen angeboten. Seit 2016 schmücken Vereinsfahnen mit Wappen bei Vereinsfesten das Dorf.


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