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Schöne wilde Weihnacht - Lesung mit Oliver Peuker am 3. Advent

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Als Gründungsmitglied der Cosmos Factory ist Oliver Peuker seit 1999 an allen Produktionen desTheaters maßgeblich als Regisseur und meist auch als Schauspieler beteiligt.  Foto: eb

Als Gründungsmitglied der Cosmos Factory ist Oliver Peuker seit 1999 an allen Produktionen desTheaters maßgeblich als Regisseur und meist auch als Schauspieler beteiligt. Foto: eb

Worpswede (eb). Es ist kalt, die Tage sind kurz, früh wird es dunkel, also genau die richtige Zeit, sich in eine warme Stube zu setzen, die Gedanken schweifen zu lassen und Geschichten zu hören.
Auch in diesem Jahr nimmt der Schauspieler Oliver Peuker von der Cosmos Factory Theaterproduktion seine Zuhörer im rustikalen Ambiente des Café zum Brinkhof mit auf einen weihnachtlichen Streifzug. In seiner Reihe „Schöne wilde Weihnacht“ entführt der Schauspieler Oliver Peuker seine Zuhörer diesmal nach Russland. Die Weihnachtsgeschichte heißt „Wovon der Mensch lebt“ und stammt von einem Meister der Weltliteratur: Lew Nikolajewitsch Tolstoi.
Im Jahr 1879 begegnete Tolstoi einem Pilger, der ihm einige Legenden erzählte, die er auf seinen weiten Wanderungen gehört hatte. Davon inspiriert schrieb er zwei Jahre später die erste seiner inzwischen berühmt gewordenen Volkserzählungen: „Wovon der Mensch lebt.“
Die Erzählung handelt vom armen Schuster Semion, der für sich und seine Frau einen Schafspelz kaufen möchte. Das nötige Geld hofft er, bei seinen Schuldnern im Nachbardorf eintreiben zu können. Sein Plan jedoch misslingt und so gibt er das wenige Geld, das er erhält, für Schnaps aus. Als er sich frustriert und mit schlechtem Gewissen auf den Heimweg macht, trifft er auf einen nackten Mann, der in der Kälte auf dem Boden sitzt. Nach einigem Zögern gibt er ihm seinen Kaftan und nimmt ihn mit zu sich nach Hause ...
Die Erzählung „Wovon der Mensch lebt“ ist geprägt von einer großen archaischen Bildkraft und durchdrungen von einer tiefen Menschlichkeit, mit der Tolstoi seine Gestalten geformt hat. Tolstoi war davon überzeugt, dass nur die Erneuerung des Lebens eines jeden Einzelnen, eine Neugestaltung des Zusammenlebens der Menschen aus dem Geist der Liebe, die äußere und innere Not der Menschen bannen könne. Tolstois Humanismus stellte sich gegen jede Art von Macht er, glaubte, dass der Aufstieg an die Spitze der Gesellschaft hinterhältiger und schmutziger Tricks bedürfe und aus diesem Grund die schlechtesten Menschen die Welt regierten.
Mit seinen »Volkserzählungen« hat sich Tolstoi bewusst an die breite Schicht des russischen Volkes gerichtet. Zentrale Themen sind Gewaltlosigkeit und Nächstenliebe. Dabei verfolgte er auch ästhetische Ziele: Die Legenden, Gleichnisse und Geschichten sollten gute Prosa für alle sein in einfacher und präziser Sprache.


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