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Landkreis sucht Pflegeeltern

Landkreis. Der Pflegekinderdienst des Landkreises Osterholz sucht weiterhin geeignete Familien, die sich die Aufnahme eines Pflegeki

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Die Mitarbeiterinnen des Pflegekinderdienstes und des Jugendamtes helfen Pflege- und Adoptiveltern bei der Erziehung ihrer Pflege- und Adoptivkinder.

Die Mitarbeiterinnen des Pflegekinderdienstes und des Jugendamtes helfen Pflege- und Adoptiveltern bei der Erziehung ihrer Pflege- und Adoptivkinder.

Aktuell leben 131 Kinder und Jugendliche im Landkreis Osterholz in 89 Pflegefamilien. Um Pflegeeltern möglichst gut zu unterstützen, bietet der Landkreis regelmäßig Treffen und Fortbildungen an. Vor Kurzem fand zum Beispiel wieder eine Fachtagung unter dem Motto „Mit den Wurzeln in die Zukunft“ im Medienhaus am Campus in Osterholz-Scharmbeck statt. Rund 40 Teilnehmende haben sich dabei konkret mit der Herkunft des Pflegekindes und deren Bedeutung für die weitere Entwicklung beschäftigt.

 

Kontakt mit der Herkunft

 

Eva Ris, Expertin für Pflege- und Adoptivfamilien, hat an dem Tag über die Bedeutung der Herkunftsfamilie für das Pflegekind und die Schwierigkeit einer Balance zwischen zwei Familien referiert. Kinder befinden sich stets im Kontakt mit ihrer Herkunft, auch wenn sie keinen persönlichen Bezug zu ihren leiblichen Eltern haben. Was die annehmenden Eltern gegenüber den leiblichen Eltern fühlen und denken, beeinflusst das innere Bild der Kinder von den leiblichen Eltern und somit das „Ja oder Nein“ zu sich selbst und ihrem Leben entscheidend.

Die Leiterin des Pflegekinderdienstes, Doris Kück, unterstreicht, dass es dem Jugendamt wichtig sei, „den Pflege- und Adoptiveltern sowie möglichen Bewerberinnen und Bewerbern eine bestmögliche Unterstützung zu bieten. “

Oftmals sind es die Erfahrungsaustausche mit anderen Eltern, die helfen, mit schwierigen oder fremden Situationen gut umzugehen. Daher finden neben den fachlichen Tagungen auch regelmäßige Treffen statt, um diese Austausche zu fördern. Mitorganisatorin Manja Prigge betont die Wichtigkeit dieser Treffen: „Als Pflege- und Adoptiveltern stehen wir im Alltag oft vor schwierigen Situationen. Wie erkläre ich meinem Pflegekind, warum es nicht zu Hause wohnen kann? Das ist eine Situation, wo der Austausch unter den Pflege- und Adoptiveltern eine besondere Rolle spielt“, berichtet sie.

Natürlich sei das Jugendamt immer bei Fragen oder Proble-men ansprechbar, dennoch sei der Austausch mit anderen Pflegeeltern untereinander besonders wichtig.

 

Aufnahme eines Pflegekindes

 

Wer sich die Aufnahme eines Pflegekindes vorstellen kann und Interesse an dieser tollen und verantwortungsvollen Aufgabe hat, kann sich gerne unverbindlich unter den Telefonnummern 04791/9302600 und 04791/9302540 an den Pflegekinderdienst des Jugendamtes wenden. Interessierte erhalten dort umfangreiche Informationen zu Pflegeverhältnissen und zur Vermittlungspraxis des Jugendamtes.


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