Marcel Foltmer

Freundliche Übernahme

Hambergen (mf). Die Filialen der Bäckerei Czech in Hambergen werden an die Bäckereien-Kette Rolf aus Ritterhude verpachtet

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Andreas Rolf-Pissarczyk (links) und Ina Engelke besprechen die Pläne für die Übernahme. Alleine wäre der Erhalt der Hamberger Bäckerei schwierig geworden. F oto: mf

Andreas Rolf-Pissarczyk (links) und Ina Engelke besprechen die Pläne für die Übernahme. Alleine wäre der Erhalt der Hamberger Bäckerei schwierig geworden. F oto: mf

Nach etwas über einem halben Jahr ist es nun offiziell: Die Filialen der Bäckerei Czech in Hambergen werden an die Bäckereien-Kette Rolf aus Ritterhude verpachtet. Diese plant einen Umbau mit anschließender Wiedereröffnung.
Schon im Januar hatten Ina Engelke, Inhaberin der Bäckerei Czech, und Andreas Rolf-Pissarczyk über Pläne gesprochen, um den Erhalt der Bäckerei in Hambergen zu sichern. Denn eine alleinige Fortführung des kleinen Familienbetriebes wäre, da Bäcker*innen fehlen, schwierig geworden. Seitdem gab es immer wieder Gespräche, die mit der Zeit konkreter wurden. Inzwischen gibt es genaue Vorstellungen für die Zukunft: Die Filialen bei Penny und in der Ortsmitte werden von Rolf umgebaut und anschließend weitergeführt. Alle Mitarbeiter*innen werden von der Kette übernommen, auch über eine Anpassung des Sortiments denkt Rolf-Pissarczyk zumindest nach. Man habe bereits in der Vergangenheit gute Erfahrungen damit gemacht, Filialen auf diese Art und Weise zu übernehmen.
Erste Pläne eines Architektenbüros gab es im Mai, die einige grundlegende Veränderungen vorsahen: Für eine neue Baugenehmigung müssen zunächst Auflagen erfüllt werden, also werden zum Beispiel Kunden-WCs eingebaut. Generell soll sich die Bäckerei zu einem Café entwickeln, mit einem großzügigeren Aufenthaltsraum, einer Terrasse in Richtung Kirche und mehr Parkmöglichkeiten. Auch die Öffnungszeiten sollen angepasst werden: Die Mittagspause fällt weg, was vor allem Schüler*innen eine neue Möglichkeit der Versorgung in der Pause bietet, und auch sonntags wird das Café länger öffnen. Perfekt vor allem für die jüngeren Generationen, um sich zu treffen, so Engelke.
Ein genauer Termin für die Eröffnung steht laut Rolf-Pissarczyk noch nicht fest. Es brauche noch einige Zeit, bis die Planungen abgeschlossen und alle Genehmigungen eingeholt seien. Er hofft, dass die Übernahme für alle eine positive Erfahrung werde, er sei aber zuversichtlich. Der Pachtvertrag läuft ab Ende des Jahres zunächst für zehn Jahre, danach wird je nach Erfolg der Weiterführung über eine Verlängerung entschieden.


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