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Ein lebendiges Hambergen

Hambergen (pvio). Die CDU der Gemeinde Hambergen hat ihre Kandidat:innen für die Kommunalwahl aufgestellt. Engagieren wollen sie sich vor allem für mehr Nähe zu den Bürger:innen und eine starke Dorfgemeinschaft.

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Die acht Kandidat:innen und ihr jüngstes Mitglied (vorne links) von der CDU Hambergen, die gerne neue Ideen der Bevölkerung in die Gemeinde bringen wollen

Die acht Kandidat:innen und ihr jüngstes Mitglied (vorne links) von der CDU Hambergen, die gerne neue Ideen der Bevölkerung in die Gemeinde bringen wollen

Für die Kommunalwahl in der Gemeinde Hambergen haben sich für die CDU acht Kandidat:innen aufgestellt. Sechs von ihnen treten auch bei der Wahl der Samtgemeinde an. Angeführt wird die Liste von Horst Puckhaber, gefolgt von Heike Prigge und Christopher Grabowy. Den achten Listenplatz belegt die Dorfhelferin und Landwirtin Anke Peper. Sie erzählt, wofür sich die acht Kandidat:innen in der nächsten Wählperiode einsetzen wollen.
„Wir wollen vor allem die Bürger:innen mehr an der Politik beteiligen und sie mit dem abholen, was sie bewegt.“ Konkret bedeute das die „Einrichtung eines „Bürgeranliegen-Treffs“.
Bereits 2019 hatte die Fraktion einen Antrag zur Einrichtung eines solchen Treffs gestellt, doch das Vorhaben scheiterte damals an den Mehrheitsverhältnissen im Rat. Die SPD hatte den Vorschlag einstimmig abgelehnt. „Und jetzt werben die mit ‚Näher dran‘“, bemerkt Peper. Nun soll dieser Treff, wo Bürger:innen die Möglichkeit erhalten sollen, ihre Anliegen, Wünsche und Anregungen einzubringen, auf Eigeninitiative der CDU geschaffen werden. Bei diesem Treff soll es, das sei der CDU wichtig, nicht zugehen, wie auf einer öffentlichen Sitzung, die ihres Erachtens viel zu wenig von Bürger:innen besucht werden. „Auf den Treffen soll man ins Gespräch kommen“, so Peper. Dadurch würde Bürger:innen nicht nur das Gefühl gegeben, sie würden wahrgenommen. So kämen manchmal auch ganz andere Themen auf den Tisch, die es sonst gar nicht in den Rat schafften, erklärt die Christdemokratin weiter.
 
Bauen und Wohnen
 
Ein weiterer zentraler Baustein des christdemokratischen Engagements bilde die weitere Ausweisung von Bauland für Wohnen und Gewerbe. Das sei eines der schwierigsten Themen, weil hier viele verschiedene Interessen aufeinandertreffen. „Manche, die ein Dach über dem Kopf, einen Garten und einen Job in der Umgebung haben, wollen gern, dass in Hambergen alles so beschaulich und dörflich bleibt, wie es ist.“ Aber man könne, so Peper weiter, „nicht nur an sich denken.“ Dabei gehe es ihr um mehr Akzeptanz für Bauten, die bezahlbares Wohnen ermöglichen, sprich für - die durchschnittliche Höhe des Einfamilienhauses überschreitende - Mehrfamilienhäuser.
Wer sich gegen deren Bau stets verweigere, übersähe zudem, dass solche Wohnmöglichkeiten, ebenso wie generationsübergreifende Mehrfamilienhäuser, zu einem aktiven Dorfleben beitrügen. Denn dort fänden junge Singles, junge Familien und alte Menschen Wohnraum, ohne die eine Dorfgemeinschaft, aber auch Vereine ausstürben, so die CDU-Fraktion.
 
Infrastruktur und Haushalt
 
Entsprechend bildeten der Erhalt und die Stärkung der Hamberger Dorfgemeinschaft wichtige Anliegen der Christdemokrat:innen. Hierunter fielen zum einen die Unterstützung der Vereine, Verbände und Ehrenämter aber auch die Verbesserung der öffentlichen Infrastruktur. Wichtig hierbei wären zum Beispiel ein zentraler Treffpunkt im Ortskern, wo die Menschen sich begegnen könnten, und ein vielfältigeres Einkaufsangebot.
Um ihre Vorhaben finanziell zu ermöglichen, kann, setzt sich die CDU für einen effizienten Einsatz der Haushaltsmittel ein.
Aber nicht nur das Angebot für Erwachsene, vor allem das für Jugendlich müsse verbessert werden. „Wir haben zwar das Alte Rathaus als Treffpunkt, da halten sich aber vor allem Jüngere auf, Jugendliche hingegen nicht so sehr.“ Die aber bräuchten auch einen Raum, wo sie ungestört unter sich sein könnten. Finden und gestalten wollen die Christdemokrat:innen einen solchen Raum mit interessierten Jugendlichen zusammen.
Sowieso wolle man frischen Wind in die Gemeinde bringen. Das zeigt bereits das Alter der Kandidaten Christopher Grabowy (35, Platz 3), Tim Meyer (35, Platz 5) und Alexander Poser (33, Platz 6). Und hätte CDU Mitglied Philip Hartmann einen Monat früher Geburtstag, befände sich sogar ein Kandidat von 18 Jahren auf der Liste.
Wer die Kandidat:innen kennenlernen möchte, der hat dazu am 22 August die Gelegenheit. In der Zeit von 14 bis 17 stehen im oder am (je nach Wetter) Gemeindehaus an der Kirche für Gespräche bereit. Wer am 22. keine Zeit hat, der kann sich über CDU-Hambergen.de informieren.


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