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Offene Herbstateliers in Grasberg

Grasberg (mf). Am 25. Und 26. September laden Künstler:innen aus Grasberg zum bereits neunten Mal zu den Grasberger Herbstateliers ein. Von Skulpturen über Malereien bis hin zu Fotografien können hier zahlreiche Kunstwerke in ihrem Entstehungsprozess hautnah erlebt werden.

Bilder
Von links: Tanja Block, Uta Fischer, Karl-Heinz Attenbrunner, Helga Weber, Gudrun Kreienmeyer, Angelika von Bonin, Krista Brandenburg und Margarete Bauer zusammen mit Bürgermeisterin Marion Schorfmann. Foto: mf

Von links: Tanja Block, Uta Fischer, Karl-Heinz Attenbrunner, Helga Weber, Gudrun Kreienmeyer, Angelika von Bonin, Krista Brandenburg und Margarete Bauer zusammen mit Bürgermeisterin Marion Schorfmann. Foto: mf

„Ich freue mich, dass etwas stattfindet und die Runde zusammengefunden hat,“ findet Marion Schorfmann, Bürgermeisterin von Grasberg. Viele Künstler:innen, die in diesem Jahr teilnehmen, waren auch schon an früheren Herbstateliers beteiligt. Die Ateliers, die über ganz Grasberg verteilt sind, können perfekt mit dem Fahrrad erreicht werden, so Schorfmann. Der Atelierbesuch könne außerdem hervorragend mit dem Wahlgang am Sonntag verbunden werden.
 
Edle Steine und Glas
 
Zu sehen gibt es in diesem Jahr zum Beispiel die Schmuckherstellung bei Goldschmiedin Uta Fischer. Für das offene Atelier plant sie unter anderem, Amethyst-Quadrate zu verarbeiten. Generell sind es vor allem Steine und andere Naturstoffe, mit denen sie arbeitet und sich inspirieren lässt. Karl-Heinz Altenbrunner, der seit 30 Jahren zusammen mit seiner Frau Dagmar Baars Flachglas verarbeitet, stellt Objekte aus Glas her, dass aus der einzigen noch existierenden Glashütte Deutschlands erworben wurde und orientiert sich dabei momentan vor allem an maritimen Formen.
 
„Mit Blumen durch die Zeit“
 
Helga Weber tat sich während der Corona-Pandemie schwer, überhaupt einen Pinsel in die Hand zu nehmen. Irgendwann fing sie aber an, Blumen zu malen, nutzte dabei weiche Farben und arbeitete auch oft eine Landschaft ein. Daraus entstand ihr Hauptthema für die kommenden offenen Ateliers: „Mit Blumen durch die Zeit“. Tanja Block war mit ihrer Kunst vor zwei Jahren noch als Gast bei ihrer Mutter zu sehen, hat sich nun mit einem eigenen Atelier selbstständig gemacht. Ihr Thema ist die Metamorphose, wobei sie versucht, den Begriff möglichst weit auszulegen. Auch ist ihr wichtig, die eigenen Erfahrungen der letzten Zeit einzuarbeiten und vor allem kleine Nuancen auszudrücken.
Angelika von Bonin stellt Porzellanmalereien her, die oft mehrerer Brände im Ofen bedürfen. Mit jedem Brand kommen mehr Details dazu, so werden beispielsweise Schattierungen eingearbeitet. Vor allem Tiere, aber auch Pflanzen stehen auf ihren Motiven im Vordergrund.
 
Strohhalme aus Glas
 
Margarete Bauer stellt eigentlich Glasperlen her, fokussiert sich in diesem Jahr aber auf Strohhalme aus Glas, angeregt durch das Verbot von Plastikhalmen. Sie fertigt auch Motivwünsche von Besucher:innen an, mitgenommen werden können diese aufgrund der Arbeitszeit aber nicht direkt.
Gudrun Kreienmeyer wechselt von der Malerei zunehmend zur Fotografie, vor allem das Darstellen von Strukturen und deren Verfremdung stehen dabei im Vordergrund. So versucht die Künstlerin zum Beispiel, mit Langzeitbelichtung und Bewegung der Kamera Objekte aus einem gänzlich neuen Blickwinkel darzustellen. Christa Brandenburg hatte in letzter Zeit mit ihren Werken vor allem ein Ziel: Die Ernsthaftigkeit hinter sich zu lassen, um spielerischer zu werden. Sie setzt auf eine Mischung aus Malerei und Collagen und nutzt dabei beispielsweise Teile alter Kataloge unter dem Motto „Ganz schön gerissen…“. Auch sie lädt Besucher:innen zum Mitmachen ein.
Die allgemein bekannten Hygieneregeln gelten bei allen Ateliers, an eine Maske und den entsprechenden Abstand ist also zu denken. Außerdem kann es, je nach Entwicklung der Infektionszahlen, weiterhin zu einer Umsetzung der 3G-Regel kommen.


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