

Osterholz-Scharmbeck. Zwischen den glänzenden Ausstellungsfahrzeugen begrüßte der Vorsitzende Bassam Kane die Mitglieder des Wirtschaftstreffs und blickte mit ihnen gemeinsam auf durchweg erfolgreiche öffentliche Veranstaltungen des vergangenen Jahres wie OHZ grillt an oder Craft Beer Days.
Doch auch die vereinsinternen Veranstaltungen, die immer dem Austausch dienten, hätten großen Erfolg gehabt. Die internen und öffentlichen Veranstaltungen des Wirtschaftstreffs laufen derzeit weiter.
Stadtgutschein läuft
Das Herzensprojekt der zweiten Vorsitzenden Anja Kalski sei nach wie vor der Stadtgutschein, der 2019 aus der Wiege gehoben worden sei, um die Kaufkraft in der Region zu halten. Für mehr als 95.000 Euro wurden Stadtgutscheine verkauft, von denen rund 82.000 Euro eingelöst worden seien. „Einige sind also noch im Umlauf.“ Anja Kalski werde nicht müde, nicht nur bei Partner oder Familienmitgliedern und Freunden zum Kauf eines Stadtgutscheins als Geschenk zu werben, sondern auch Arbeitgeber zu animieren, ihren Arbeitnehmern ein steuerfreies Plus in Form eines 50-Euro-Gutscheins monatlich zukommen zu lassen. Wie einfach die Umsetzung ist, davon erzählte Vereinsmitglied Rechtsanwältin und Notarin Rabea Schuchardt: „Ich logge mich ein, gebe den Namen oder die E-Mail-Adresse meines Mitarbeiters ein, wähle den Wunschbetrag. Automatisch bekommt jeder Mitarbeiter so den Stadtgutschein, direkt in sein Wallet, wenn er möchte. Supereinfach.“ Der Stadtgutschein entwickle sich stetig und ist mittlerweile einlösbar bei 26 Teilnehmern. „Es dürfen sehr gern mehr werden“, lud Anja Kalski ein. „Sprecht uns an!“
Neuer Innenstadtmanager
Auf Einladung des Wirtschaftstreffs stellte sich der neue Innenstadtmanager der Stadt, Thomas Karstens vor. Er sei in die großen Fußstapfen von Nils Buhlert getreten, der ihn seit Sommer letzten Jahres eingearbeitet habe.
Der 45-Jährige stamme zwar nicht aus Osterholz-Scharmbeck, sei aber mit der Stadt und Region vertraut, zumal er lange an der Logistikschule in Garlstedt gearbeitet habe. Der Verwaltungsfachangestellte habe im zweiten Bildungsweg BWL studiert und sei so von der Kreisstadt als Innenstadtmanager engagiert worden. Die Frage, wie man mehr Leben und Handel in die Innenstadt bekomme, verbinde ihn mit dem Wirtschaftstreff und ermutigte alle Beteiligten zu Veränderung, was auch „Dreck vor der eigenen Haustür“ bedeuten könne. In den innerstädtischen Bereichen wie Marktweide oder Kirchenstraße würde der Fokus nun mehr auf Wohnungsbau liegen als auf Einzelhandel. Einig waren sich die Anwesenden des Abends, dass man den alten Einzelhandel nicht zurückbekommen könne. Karstens sagte es deutlich: „Die Kaufkraft in Osterholz-Scharmbeck ist die schlechteste im Landkreis.“ Belastbare Zahlen gäbe es zwar erst mit dem politischen Beschluss für ein Einzelhandelskonzept, doch die Kaufkraft sei deutlich besser in allen anderen Orten des Landkreises. „Onlinehandel und Einzelhandel schließt sich doch nicht aus“, unterstützte ihn Nils Buhlert. „Lasst uns nicht in Grenzen denken. Wir kämpfen weiter für unsere Innenstadt.“


