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Wirtschaftspreis geht an Stehnke

Osterholz-Scharmbeck (mf). Zum zweiten Mal wurde der Osterholz-Scharmbecker Wirtschaftspreis durch die Stadt Osterholz-Scharmbeck, das Wirtschaftsforum und die Sparkasse Rotenburg Osterholz verliehen. In diesem Jahr geht die Auszeichnung an die Gottfried Stehnke Bauunternehmug. Moderiert wurde der Abend von Christina Loock.

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Auf Gut Sandbeck verlieh die Stadt Osterholz-Scharmbeck zum zweiten Mal ihren Wirtschaftspreis. Die mit 1.000 Euro dotierte Auszeichnung geht an die Baufirma Stehnke. Das Preisgeld soll gespendet werden. Foto: mf

Auf Gut Sandbeck verlieh die Stadt Osterholz-Scharmbeck zum zweiten Mal ihren Wirtschaftspreis. Die mit 1.000 Euro dotierte Auszeichnung geht an die Baufirma Stehnke. Das Preisgeld soll gespendet werden. Foto: mf

In ihren Grußworten gingen Bürgermeister Torsten Rohde und Stefan Kalt, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse, auf die Probleme durch die Corona-Pandemie, denen sich viele ansässige Unternehmen stellen mussten, ein. Viele hätten sich schnell anpassen müssen, zum Beispiel sei der Weg zum Online-Shopping schneller gewagt worden, so Rohde. Bis zum Juli konnten Unternehmen ihre Bewerbungen einreichen, danach entschied eine sechsköpfige Jury, welches den Preis verdient hat – und achtete dabei auf Faktoren wie das Schaffen von Arbeits- und vor allem Ausbildungsplätzen, die Vereinbarung von Familie und Beruf und nachhaltiges Wirtschaften, erzählt Kalt.
Vor der Bekanntgabe des Gewinners sprach Björn Strehl, der sich mit seinem Unternehmen auf Kinderreha- und Orthopädietechnik spezialisiert hat und unter anderem den Wirtschaftspreis der Stadt Bremervörde gewann, über seine Erfahrungen, die er nach dem Gewinn machen konnte. Von Airbus bekam er nach der Verleihung Carbon – und konnte so mit seiner Firma ultraleichte Orthesen für das Bein herstellen. Zusammen mit Ingenieuren des Flugzeugherstellers konnten sie das Gewicht sogar auf 71 Gramm senken. Außerdem traf er die Bundeskanzlerin auf der Internationalen Handwerksmesse und belebte eine alte Tradition in Bremervörde wieder: Durch eine Boxveranstaltung in einer alten Fabrikhalle konnten an einem Jahr 80.000 Euro an Spenden gesammelt werden; inzwischen hat diese Veranstaltung mehrmals stattgefunden.
„Der Gewinner arbeitet über, auf und unter der Oberfläche,“ so kündigte Stefan Kalt die Gottfried Stehnke Bauunternehmung GmbH & Co. KG an. Johann Gottfried Stehnke, der das Unternehmen mittlerweile in fünfter Generation führt, kann auf eine 153-jährige Tradition zurückblicken. Die aktuell über 400 Mitarbeiter*innen sind im Hoch-, Tief- und Straßenbau tätig.
Vor allem für den Klimaschutz hat die Firma in letzter Zeit viel getan, so haben sie mehrfach Photovoltaikanlagen installiert, einigeFahrzeuge aus ihrem Fuhrpark mit Elektro- oder Hybridantrieben ausgetauscht und ist dabei, eine Ladesäuleninfrastruktur aufzubauen. Auch im Bereich der Digitalisierung hat sich viel getan, so können Geräte und Fahrzeuge komplett digital gemanagt werden, auch die interne Dokumentation funktioniert fast ausschließlich papierlos.


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