Wer wird denn gleich in die Luft gehen
Kennst Du noch das kleine Männchen aus der Zigarettenwerbung? Das, das bei Stress sofort in die Luft gegangen ist? Damals hieß der „heiße Tipp“: Eine Zigarette rauchen, dann würde man gelassener. Vermeintlich stimmt das auch, denn unser Belohnungssystem wird für den Moment gekapert. Aber der Preis ist hoch – was Nikotin im Körper zusätzlich anrichtet, ist alles andere als positiv. Dazu ein anderes Mal mehr.
Heute weiß ich: Unser Körpersystem funktioniert nach einem simplen Prinzip – Anspannung und Entspannung Wenn aber die Entspannung ausbleibt, der Parasympathikus als innere „Bremse“ nicht mehr greift, entsteht Daueranspannung. Das ist brandgefährlich. Einerseits kann sie zu massiven körperlichen Erkrankungen führen, andererseits zu emotionalen Ausnahmezuständen.
Denn Stress ist nicht nur Arbeit, Termine oder Leistungsdruck. Auch Trennung, Streit, Angst, Trauer oder Sorgen sind Stress. Wenn wir ständig mit schlechten Nachrichten wie z.B. dem Ukraine-Krieg, wirtschaftlichen Unsicherheiten oder persönlichen Verlusten konfrontiert sind, hat das eine enorme Wirkung auf unser Nervensystem. Der Druck im Inneren steigt. Und wo er nicht rausgelassen wird, sucht er sich irgendwann seinen Weg: Gereiztheit, Jähzorn, Ungeduld – oder auch Aggression, die niemandem guttut.
Ich kenne das nur zu gut. Es gab Zeiten, da war meine Zündschnur extrem kurz. Fast alles hat mich auf die Palme gebracht. Im Nachhinein wurde mir gespiegelt: „Du warst sehr laut in dieser Zeit.“ Damals konnte ich mich selbst nicht gut spüren – ich habe einfach noch mehr obendrauf gepackt, anstatt mich um Entlastung zu kümmern. Sport allein half mir nicht, obwohl ich viel gemacht habe. Heute weiß ich warum: Bewegung ist ein wichtiger Kanal, aber Entspannung ist genauso essenziell, um die Energie wieder aufzuladen. Nach jeder Phase fight or flight geht es seit der Steinzeit um Regeneration.
Die gute Nachricht: Man kann lernen, gegenzusteuern, bevor es eskaliert. Für mich sind Atemtechniken – neben meinem geliebten Yoga – zu einem wichtigen Werkzeug geworden. Sie helfen mir, gar nicht erst „hochzufahren“. Ein guter Einstieg ist die Bauchatmung – langsam und tief in den Bauch ein – und wieder ausatmen. Auf meinem YouTube Kanal findest Du die Anleitung: www.youtube.com/@SandraFrickecoaching
Mein Tipp:
Probiere für den Einstieg die 4-4-4-Atemtechnik aus. Vier Sekunden einatmen, vier Sekunden den Atem halten, vier Sekunden ausatmen. Schon wenige Minuten täglich bringen spürbare Ruhe und helfen, impulsiven Stressreaktionen vorzubeugen.
Denn: Niemand will anderen bewusst schaden. Aber nur, wenn wir unser eigenes Stressempfinden frühzeitig wahrnehmen und annehmen, können wir verhindern, dass „normale“ Anspannung eskaliert.

Große Rabattaktion

Rabatte zum Freitag den 13.

Glückswoche bei Brilliant





Zurück
Nach oben









