Harry Czarnik

Weihnachtsfeier der Europa-Union - Präsentation von Europa-Projekten der BBS

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Jürgen Grimm (Mitte) referierte vor Mitgliedern des Kreisverbandes der Europa-Union zu EU-Projekten der BBS Osterholz-Scharmbeck.  Foto: hc

Jürgen Grimm (Mitte) referierte vor Mitgliedern des Kreisverbandes der Europa-Union zu EU-Projekten der BBS Osterholz-Scharmbeck. Foto: hc

Osterholz-Scharmbeck. Zur Weihnachtsfeier des Kreisverbandes Osterholz e.V. der Europa-Union hatte man sich als Gast-Referenten Jürgen Grimm eingeladen. Der Politiklehrer an den Berufsbildenden Schulen (BBS) Osterholz-Scharmbeck informierte die Anwesenden über verschiedene Europaprojekte an seiner Schule.
„2019 war europapolitisch ein turbulentes Jahr“, führte Marcus Oberstedt, Kreisvorsitzender der Europa-Union, bei seiner Begrüßung aus. Und gerade auch wegen des bevorstehenden Brexit sei die Arbeit der Europa-Union umso wichtiger einzuschätzen, stellte er ergänzend fest. Die Europa-Union Deutschland besteht seit dem 9. Dezember 1946, und man schreibt sich auf die Fahne, überparteilich und unabhängig zu agieren, um die Staaten Europas zu einem europäischen Bundesstaat zusammenzuschließen. Neben Vortragsveranstaltungen, Diskussionsforen und Straßenaktionen steht die Organisation seit ihrer Gründung auch in engem Kontakt zu Schulen. Jungen Menschen wird mit der „Jungen Europäischen Förderung“ (JEF) eine eigene Jugend-Organisation zur Mitarbeit angeboten.
Die Berufsbildenden Schulen (BBS) sind im September 2019 erneut als Europa-Schule zertifiziert worden. Da lag es für den Kreisverband der Europa-Union auf der Hand, sich bei vorweihnachtlicher Atmosphäre von einer Lehrkraft über die Aktivitäten der BBS informieren zu lassen. Jürgen Grimm, BBS-Lehrer für Politik und Fahrzeugtechnik, führte die Anwesenden auf eine Zeitreise durch das Jahr 2019. Mit etwa 1.900 Schülerinnen und Schülern aus 40 Nationen lebt die Schule ihr Leitbild von Menschlichkeit, Weltoffenheit und Umweltbewusstsein. 120 Lehrkräfte bilden in 35 Berufen aus, und darüber hinaus können auch alle Schulabschlüsse erlangt werden.
Ein Schwerpunkt bei den Bildungsangeboten ist bei der BBS das Förderprogramm „Erasmus+“. Bei diesem Projekt bekommen jährlich zwischen 80 und 100 Schüler/innen die Möglichkeit, in einem an diesem Projekt teilnehmendem europäischen Land einen Teil ihrer Ausbildungs- oder Schulzeit zu verbringen. „Sie kommen erwachsener zurück“, berichtet Grimm über seine Erfahrungen. „Der Auslandsaufenthalt trägt bei den Jugendlichen in der Regel zu einer Bewusstseinsänderung bei.“ Das Auslands-Praktikum kann drei Wochen, nach erfolgreicher Berufsausbildung aber auch bis zu einem Jahr dauern. Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern wird danach in einem feierlichen Rahmen das Zertifikat „Europass“ überreicht. Dieser Nachweis eines Auslandspraktikums kann sich als Bestandteil der Bewerbungsunterlagen bei einer Bewerbung zur Berufsausbildung positiv auswirken.


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