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Mit grüner Technologie aus der Krise?

Niedersachsen (eb). Die IHK Niedersachsen lässt Klimaschutzfragen auch in der Pandemie nicht außer Acht und diskutierte mit Wasserstoffexperten Paul Schneider über die Bedeutung von Wasserstoff für eine effektive Energiewende.
 

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Wasserstoffexperte Paul Schneider diskutierte mit Teilnehmern aus Wirtschaft, Ministerien und niedersächsischen IHKs.  Foto: IHKN

Wasserstoffexperte Paul Schneider diskutierte mit Teilnehmern aus Wirtschaft, Ministerien und niedersächsischen IHKs. Foto: IHKN

Geraten Klimaschutzfragen durch die Corona-Pandemie aus dem Blickfeld oder sind die geplanten milliardenschweren Konjunkturprogramme die Chance für den Durchbruch grüner Technologien? Das waren die Kernthemen des ersten interaktiven Gesprächsformats „IHKN Dialog.digital“. Paul Schneider, Wasserstoffexperte der EWE AG, diskutierte auf Einladung von Björn Schaeper, Umweltsprecher der IHK Niedersachsen, mit interessierten Teilnehmern aus Wirtschaft, Ministerien und niedersächsischen IHKs.
 
Echte Energiewende
 
„Mit grünem Wasserstoff können wir von einer Stromwende zu einer echten Energiewende kommen“, erklärte Schneider. Er wies darauf hin, dass der Anteil erneuerbarer Energien im Verkehrs- und Wärmesektor noch äußerst gering sei. „Wasserstoff hat als klimafreundlicher Universalenergieträger das Potenzial, die für die Energiewende so wichtige Sektorenkopplung zu ermöglichen“, so Schneider. Wasserstoff sei ein idealer Langzeitspeicher. Zukünftig könnten Kavernen zur Speicherung von Wasserstoff aus Wind- und Sonnenkraft genutzt werden.
 
Neustart als Chance
 
„Wir sollten den Neustart der Wirtschaft als Chance nutzen, klimaneutrale und nachhaltige Technologien zu fördern. Damit stärken wir zugleich unsere Widerstandsfähigkeit gegenüber künftigen Krisen“, meinte Schaeper. „Grüner Wasserstoff kann künftig nicht nur im Bereich Wärme und Verkehr, sondern auch für industrielle Prozesse eine Schlüsselrolle spielen und dazu beitragen, die ehrgeizigen nationalen und internationalen Klimaschutzziele zu erreichen“.
Der Dialog zeigte, dass in Niedersachsens Wirtschaft über den Einsatz von grünen Technologien konkret nachgedacht wird. Fragen zu Anwendungsfällen und zur Wirtschaftlichkeit standen im Mittelpunkt der Diskussion. Ein besonderer Fokus lag auf dem Einsatz vom Wasserstoff im Mobilitäts- und Logistiksektor. In welchen Fällen ist die Brennstoffzelle herkömmlichen oder rein elektrischen Antrieben überlegen? Welche PKW, LKW und Busse sind verfügbar? Wie kann der Infrastrukturausbau, insbesondere mit Blick auf Tankstellen, vorangetrieben werden?
 
Gelungener Auftakt
 
„Ein gelungener Auftakt für dieses aktuelle Gesprächsformat der IHK Niedersachsen“, bewertet IHKN-Hauptgeschäftsführer Hendrik Schmitt die Veranstaltung. „Heute haben wir viele Seiten virtuell an einen Tisch gebracht und damit einen wertvollen Dialog in Gang gebracht. Dem Ziel - mit grüner Technologie aus der Krise - konnten wir so einen Schritt näherkommen.“


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