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Was tun in der Krise?

Landkreis Osterholz/Rotenburg. Was macht man bloß, wenn man wegen der Coronakrise plötzlich viel Zeit zuhause verbringt? Wir hätten da einen Vorschlag.

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Was tun, wenn man während der Krise plötzlich ungeahnt viel Zeit in den eigenen vier Wänden verbringt? Wir hätten da einen sehr offensichtlichen Vorschlag.  Foto: Adobe Stock

Was tun, wenn man während der Krise plötzlich ungeahnt viel Zeit in den eigenen vier Wänden verbringt? Wir hätten da einen sehr offensichtlichen Vorschlag. Foto: Adobe Stock

Landkreis Osterholz/Rotenburg. Schulen dicht, Veranstaltungen abgesagt, Sportbetrieb eingestellt. Obendrein sollen alle Bürger*innen ihre sozialen Kontakte so weit wie möglich einschränken. Was soll man bloß den ganzen (Rest-)Tag tun, wenn man nicht gerade im Homeoffice arbeitet? Diese Frage stellen wir uns auch beim ANZEIGER und möchten unseren Leser*innen in den kommenden Wochen einige Tipps gegen die mögliche Langeweile geben.
Wir starten in dieser Woche mit der offensichtlichsten aller Beschäftigungen, der Menschen im 21. Jahrhundert in den eigenen vier Wänden nachgehen; mit der schönsten Nebensache der Welt, der auch Männer ohne Pause nachgehen können: mit Serien gucken, Binge-Watching, Komaglotzen - Woran haben SIe denn gedacht?
Aber genung der Späße: Lesen Sie hier weiter für aktuelle Streaming-Empfehlungen unserer Mitarbeiter*innen.
Hunters
Mareike Kerouche aus unserer Redaktion in Bremervörde legt allen Leser*innen nahe, in die brandaktuelle Serie „Hunters“ reinzuschauen. Amazon lässt sich nicht lumpen und verpflichtet für eine der Hauptrollen Schauspiellegende Al Pacino, der als Holocaust-Überlebender in der fiktiven Geschichte im New York der 70er-Jahre auf Nazi-Jadg geht. Diese verfolgen, nachdem sie sich der Bestrafung für ihre Kriegsverbrechen entzogen haben, das Ziel, in Amerika ein „Viertes Reich“ aufzubauen. Die namensgebende Gruppe aus jüdischen Rächer*innen will das verhindern. Gute Musik und starke Charaktere.
This is Us
Lena Schmidt aus dem Außendienst in Osterholz-Scharmbeck empfiehlt „This is Us - Das ist Leben“. Die von NBC seit 2016 ausgestrahlte Serie zählt inzwischen vier Staffeln und folgt auf verschiedenen Zeitebenen drei Personen, die am selben Tag geboren wurden: die Zwillinge Kate und Kevin Pearson, deren drittes Geschwisterchen bei der Geburt starb, und Randall, der von seinem Vater ausgesetzt und von den Pearsons adoptiert wurde.
Mrs. Maisel
Anja Hildebrandt legt unseren Leser*innen die mehrfach ausgezeichnete Serie „The Marvelous Mrs. Maisel“ ans Herz. Drehbuchautorin Amy Sherman-Palladino - in der Vergangenheit unter anderem für Roseanne und Gilmore Girls verantwortlich - schrieb hier nicht nur das Skript, sondern führt auch Regie. Die Amazon-Produktion handelt von Miriam „Midge“ Maisel, gespielt von Rachel Brosnahan, einer jüdischen Hausfrau und Mutter, die eine Karriere als Stand-up-Comedian einschlägt - höchst ungewöhnlich im New York der späten 1950er-Jahre. Und vor allem: höchst unterhaltsam. Eine Serie mit viel Stil und gutem Humor.
The Boys
Unser Redakteur Patrick Viol hat eine Schwäche für Superhelden und ist entsprechend begeistert von der Amazon-Serie „The Boys“. Die spielt in einer Welt, in der Superhelden als Berühmtheiten gefeiert werden. Dabei handelt es sich jedoch um ein knallhartes Geschäft, hinter dem mächtige Großkonzerne stecken, die es verstehen, ihre Helden zu inszenieren und zu vermarkten. Obwohl sie sich bemühen, in der Öffentlichkeit ein sauberes Image zu pflegen, sind viele Superhelden durch ihre Macht korrumpiert und missbrauchen diese - klingt irgendwie bekannt, oder? Eine der besten Comicserien, die es gibt, sagt zuminest Patrick.
Der Bergdoktor
Dank unserer Werbeberaterin Anke Biefeld hat es auch eine deutschsprachige Produktion in diesen Artikel geschafft: „Der Bergdoktor“ folgt in zahllosen Episoden dem Arzt Dr. Martin Gruber, der ursprünglich aus Ellmau kommt, aber in New York City praktiziert. Das Remake der gleichnamigen Serie aus den 90ern wird seit 2008 im ZDF ausgestrahlt und ist entsprechend auch in der kostenlosen Mediathek verfügbar. Eine Serie zum selbstironischen MItfiebern.
When They See Us
Die Mini-Serie von Netflix erschien 2019 und wird von unserem Redakteur Jörg Monsees empfohlen. In vier längeren Folgen erzählt sie das Schicksal der „Central Park Five“, fünf Jugendlichen, die unrechtmäßig für eine Vergewaltigung verurteilt wurden. Besonders bedrückend vor dem Hintergrund, dass die Handlung auf einer wahren Geschichte beruht. Nichts für schwache Nerven. Aber jedem zu empfehlen.
Twin Peaks
Da es sich bei der vorangegangenen Empfehlung nur um eine Mini-Serie handelt und der Ausnahmezustand in Europa wohl noch länger andauern wird, erlaubt sich unser dreister Redakteur, den Leser*innen eine weitere Empfehlung zu verabreichen. Twin Peaks gehört zu den unumstrittenen Klassikern der Fernsehgeschichte. David Lynch (und natürlich Mark Frost) in Höchstform, etwas weniger bösartig und verwirrend als später bei „Lost Highway“ und „Mulholland Drive“, dennoch verrückt genug für Fans. Im Laufe der etwas ziellosen zweiten Staffel ist Durchhaltevermögen gefragt, das mit der 2017 erschienenen Fortsetzung belohnt wird. Muss man mögen.
Wer nun gähnend und gelangweilt vor der Zeitung oder dem Bildschirm sitzt und sich fragt: „Euch ist ernsthaft nichts Besseres eingefallen als Serien?“, den bitten wir um Geduld - nächste Woche gibt es (hoffentlich) neue und vielleicht sogar noch einfallsreiche Vorschläge, wie man sich in der Krise bei Laune halten kann. Falls Sie eine Idee haben, immer her damit! Unsere Redaktion ist per Email stets erreichbar und freut sich über Ideen: redaktion@anzeiger-verlag.de.


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