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War nicht alles schlecht (?)

Das Jahr geht zu Ende und so schlecht es auch war - gute und schöne Momente gab es auch. Wir haben regionale Menschen  gebeten, 2023 Revue passieren zu lassen.

Seit mindestens drei Jahren - eigentlich auch schon vorher - befindet sich die Welt im Dauerkrisenmodus. 2023 war da keine Ausnahme. Der Ukraine-Krieg bestimmt weiterhin das Weltgeschehen. Nach den brutalen Terroranschlägen der Hamas in Israel ist ein weiterer Kriegschauplatz hinzugekommen. Unterdessen geht die Bundesregierung unter Olaf Scholz ihrer Lieblingsbeschäftigung nach - sie streitet. Zuerst über das Heizungsgesetz, immer wieder über die Kindergrundsicherung und zuletzt auch noch über den Haushalt. Bestraft wurden Scholz & Co. mit miesen Umfragewerten.

 

Lichtblick im Hochwasser-Chaos

 

In der Region wurden das Weihnachtsfest und der Jahreswechsel vom Hochwasser überschattet. Die Feuerwehren und weitere Helfer waren im Dauereinsatz, in Lilienthal im Landkreis Osterholz konnte der Wörpedeich die Wassermassen nicht länger zurückhalten, rund 300 Menschen mussten ihre Häuser und Wohnungen verlassen.

Im Kreis Rotenburg (Wümme) war die Situation weniger dramatisch. Kreisbrandmeister Peter Dettmer zeigte sich beeindruckt von der Hilfsbereitschaft der Menschen und fand in der misslichen Lage doch auch einen Lichtblick: „Überall wo ich hingekommen bin, waren die Helferinnen und Helfer unglaublich motiviert und positiv gestimmt. Alle hatten das gemeinsame Ziel vor Augen, flächendeckende Überschwemmungen zu verhindern und Gebäude und Straßen zu sichern.“

 

Wasser kann auch anders

 

Wasser kann - wenn es nicht den Keller überflutet - aber auch Anlass zur Freude sein. Bremervördes Bürgermeister Michael Hannebacher listet die Eröffnung des Wasserspielplatzes am Vörder See als eines seiner Highlights aus 2023. „Im Juli erfolgte die Einweihung bei schönstem Wetter und der Besuch der Ministerin Wiebke Osigus rundete den Abschluss der Baumaßnahme perfekt ab. Seitdem verfügt Bremervörde an seinem überregionalen Anziehungspunkt – dem Vörder See – wieder über den so lange vermissten ‚Familienanziehungsmagneten‘.“

Ein beruflicher Meilenstein sei die Umstrukturierung der Verwaltung, die zum 1. Januar 2024 in Kraft tritt, gewesen. „Mit dem neuen Fachbereich Soziales bekommen soziale Themen einen noch größeren Raum“, sagt Hannebacher. „Ein besonderes gesellschaftliches Highlight war sicherlich die Verleihung des diesjährigen Friedrich-Conrad-Degener-Preises – des Wirtschaftspreises der Stadt Bremervörde“, berichtet der Bürgermeister weiter. Verliehen wurde dieser an die Firma B-G-S Paulsen Haustechnik.

„Ganz persönlich blicke ich zutiefst beeindruckt auf den herausragenden persönlichen Einsatz aller Verantwortlichen des Vereins ‚BRV Hilft der Ukraine‘ zurück. Ein Einsatz, der auch mit dem Blick nach vorne Mut macht, was durch ein soziales und ehrenamtliches Engagement alles zu bewegen ist“, sagt Hannebacher abschließend.

 

Stark im Team

 

Für den Osterholzer Landrat Bernd Lütjen war in erster Linie erfreulich, dass die Corona-Pandemie endlich in den Hintergrund rückte. Ansonsten war auch er einmal mehr davon beeindruckt, was man alles schaffen kann, wenn alle an einem Strang ziehen: „Der verstärkte Zustrom von Geflüchteten stellt für den Landkreis und die Kommunen weiterhin eine große Herausforderung dar. Dies betrifft insbesondere die Schaffung ausreichender Unterbringungskapazitäten sowie die Betreuung und Integration.“ Diese Aufgabe zu bewältigen, habe zwar erhebliche gemeinsame Kraftanstrengungen gekostet - sei aber letztlich gelungen. „Dies zeigt einmal mehr, wie stark wir sein können, wenn wir geschlossen als Team agieren. So werden wir auch zukünftig all die Herausforderungen meistern und das Beste aus der jeweiligen Situation herausholen können.


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