

Worpswede. Der Wahlausschuss der Gemeinde Worpswede hatte am Dienstag vergangener Woche beschlossen, dass das Ergebnis nicht zu beanstanden sei. Danach ist die Linke weiterhin mit nur einem Mitglied im Gemeinderat vertreten. Herbert Behrens, die Vertrauensperson für den Linken-Wahlvorschlag, hatte in der Wahlausschuss-Sitzung erfolglos versucht, die Ausschuss-Mitglieder davon zu überzeugen, die Auszählung der Stimmen zur Gemeinderatswahl vom 13. September zu wiederholen oder zumindest Stichproben in ausgesuchten Wahllokalen zu veranlassen. Er begründete die Forderung damit, dass der Linken lediglich wenige Stimmen fehlten, um im kommenden Rat mit zwei Mitgliedern eine eigene Fraktion bilden zu können. Das reiche als Begründung nicht aus, hatte Gemeindewahlleiter Michael Blechmann entgegnet. Die Ausschussmitglieder sahen es genau so. Bei der Berechnung der Sitzverteilung war das letzte Mandat mit 0,56668700 an die FDP gegangen. Das Ergebnis für Nele Fock von der Linken lag nur 0,01452105 Stimmen dahinter bei 0,55216595. Umgerechnet entspricht das etwas acht bis zehn Stimmen im Gesamtergebnis. Angesichts der hauchdünnen Differenz bei einer Zahl von 16.390 ausgezählten Stimmen, die zudem nach der Auszählung der Ergebnisse der Landratswahl, der Bürgermeisterwahl und der Kreiswahl bis weit nach Mitternacht dauerte, wäre besondere Sorgfalt erforderlich gewesen, argumentiert Die Linke. Über die Zulassung des Wahleinspruchs entscheidet der neue Worpsweder Gemeinderat.

