Janine Girth

Von der Region - in die Region - Projekt „Nachhaltige Erden“

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Neben Kompost und Rindenmulch verkauft die Abfall-Service Osterholz GmbH nun auch „Regionale Blumen- und Pflanzerde“. Vorgestellt wurde das neue Produkt von Betriebsleiter Marcel Patzer und Pressesprecherin Annemarie Lampe. Foto: sr

Neben Kompost und Rindenmulch verkauft die Abfall-Service Osterholz GmbH nun auch „Regionale Blumen- und Pflanzerde“. Vorgestellt wurde das neue Produkt von Betriebsleiter Marcel Patzer und Pressesprecherin Annemarie Lampe. Foto: sr

Osterholz-Scharmbeck. Moore sind wichtig und eine Chance für den Klimaschutz. Viele Flächen auf denen Torf abgebaut wurde werden wiedervernässt, um die Möglichkeit zu bieten lebende Hochmoore und andere wertvolle Biotope entstehen zu lassen. Weniger bis kein Torfabbau heißt nun, dass dieser Rohstoff auch den Blumen- und Pflanzerden nicht mehr in dem Maße zugesetzt wird. ¬
In einem von der Metropolregion Nordwest geförderten Gemeinschaftsprojekt „Nachhaltige Erden“, angelegt auf zwei Jahre, wurde daran geforscht und gearbeitet torffreie, regionale und nachhaltige Erde herzustellen. Neben der ASO und dem Landkreis Osterholz beteiligen sich die Abfallwirtschaftsbetriebe aus Osnabrück, Bassum und Vechta, Erdensubstrathersteller, sowie verschiedene andere Landkreise, wissenschaftliche Einrichtungen und Umweltverbände an diesem Vorhaben. Koordiniert wurde es vom Europäischen Fachzentrum Moor und Klima aus Wagenfeld.
In diversen Versuchsblumenkübeln wurde an der Zusammensetzung der neuen Blumen- und Pflanzenerde geforscht. Die besten Ergebnisse brachte eine Mischung 25 Prozent Kompost, 20 Prozent Rindenhumus und 55 Prozent Holzfasern sowie Ammoniumsulfat und Stickstoffdünger. Die Holzfasern aus unbehandelten Holzresten und stickstoffstabilisierender Rindenhumus sorgen für eine gute Wasserspeicherung und eine ausreichende Luftversorgung, Kompost für Nährstoffversorgung.
Ab Donnerstag, 21. März ist die neue Erde in 45 Liter Säcken käuflich zu erwerben. für den Preis von 5,50 Euro können sie im Entsorgungszentrum Pennigbüttel und den Wertstoffhöfen in Schwanewede und Lilienthal gekauft werden. Der Kauf eines regionalen Produktes, die Erde wird bei Gramoflor in Vechta hergestellt, vermeidet lange Transportwege und unterstützt regionale Unternehmen. So lässt sich Naturschutz und regionale Wertschöpfung optimal verbinden. „Regionales Knowhow bündeln, effiziente Kreislaufwirtschaft nutzen und Ressourcen schonen, dafür steht das Produkt“, so ASO Betriebsleiter Marcel Patzer.
Die regionale Blumen- und Pflanzerde ist eine torffreie Universalerde für das Gärtnern im Haus, auf der Terrasse und im Garten. Sie ist vielseitig einsetzbar, zum Topfen und Umtopfen von Zimmer,- Balkon- und Kübelpflanzen sowie zum Pflanzen von Blumen, Gemüsen, Stauden, Rosen und Gehölzen im Garten. Wer sich genauer über das neue Produkt informieren möchte hat am Samstag, 23. März von 8 bis 13 Uhr im Entsorgungszentrum Pennigbüttel Gelegenheit dazu. Die Projektleiterin aus dem Europäischen Fachzentrum Moor und Klima, Luise Reiher, ist mit einem Infostand vor Ort. Außerdem gibt es an diesem Samstag drei Säcke Blumenerde für den Preis von zwei.



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