Patrick Viol

Viols Einsatz: Der Kollektivismusder Freiheitskämpfer

Kolumne, die auf einen Punkt kommt. Diesmal: Katharina Reiches Respekt vor China und das Schweigen bürgerlicher Haltungsjournalisten.

Dem Bewusstsein einen Cestoda lingua einzusetzen, der - im Gegensatz zum Bandwurm im Darm - seinen Wirt stärkt, damit  Populismus keinen Nährboden findet, ist das Anliegen dieser Kolumne.

Dem Bewusstsein einen Cestoda lingua einzusetzen, der - im Gegensatz zum Bandwurm im Darm - seinen Wirt stärkt, damit Populismus keinen Nährboden findet, ist das Anliegen dieser Kolumne.

Bild: ZHURAVLEV ANDREY

Dass Katharina Reiche bei ihrer naiv um Fairness auf dem Weltmarkt bettelnden Chinareise der menschen- und freiheitsfeindlichen, kollektivistisch-turbokapitalistischen Überwachungs- und Produktionsdiktatur, in der Markt, Maschinen, Kybernetik und Partei zu einem System verschmelzen, das von der totalitären Parteilinie abweichende Individuen rigoros ohne rechtsstaatlichen Umweg einknastet, ihren Respekt für die wirtschaftliche Dynamik bekundete, mit der China seine Transformation voranbringe, also Bewunderung für radikale Unterdrückung und Ausbeutung des Einzelnen ausdrückte, und die Individualfreiheitskämpfer hierzulande bei der Welt, im Cicero, in der Union und der FDP darüber kein kritisches Wort verloren haben, sondern sich stattdessen auf einen vermeintlichen DDR-Kollektivismus bei den Grünen einschossen, weil Franziska Brantner, nicht grundsätzlich anders als es auch das CDU-Wahlprogramm formuliert, davon sprach, dass es Freiheit nur in einem solidarischen „Wir“ gebe, legt nicht nur offen, dass das Freiheitsgefasel „bürgerlicher“ oder rechtsliberaler Haltungsjournalisten das Individuum nur als verkümmerten wie hackenbeißerischen Arbeitskraftbehälter verteidigt, weshalb sie den im Chinarespekt der Ministerin sich ausdrückenden produktionsuntertänigen, individualitätsfeindlichen Bodensatz ihrer und anderer regierungsamtlichen Reden von Effizienz, Technologieoffenheit, Reform und gemeinsamer Anstrengung nicht sehen bzw. propagandistisch verdecken, sondern auch, dass Regierung und pseudobürgerliche Journalisten, während sie linken Kollektivismus zurecht – aber falsch – kritisieren, ihrerseits einem Kollektivismus zuarbeiten, in dem der Einzelne vom Leben nichts mehr wollen können wird, außer sich frei darin zu fühlen, dazu gezwungen zu sein, als nichts anderes denn variables Kapital zu fungieren.


UNTERNEHMEN DER REGION

E-PaperMarktplatzStellenmarktZusteller werdenLeserreiseMagazineNotdienst BremervördeNotdienst OHZReklamationgewinnspielformular