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Ungewöhnliche Methoden Seniorenarbeit während Corona

Schwanewede (eb). Die Fraktionsvorsitzende der SPD im niedersächsischen Landtag, Johanne Modder, sprach in Schwanewede mit Vertreter*innen der Sozialverbände über Seniorenarbeit in der Pandemie.

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Johanne Modder (links) sprach mit Engagierten in der Pfarrscheune über pandemiebedingte Probleme bei ihrer Arbeit.  Foto: eb

Johanne Modder (links) sprach mit Engagierten in der Pfarrscheune über pandemiebedingte Probleme bei ihrer Arbeit. Foto: eb

Schwanewede (eb). Die Fraktionsvorsitzende der SPD im niedersächsischen Landtag, Johanne Modder, sprach in Schwanewede mit Vertreter*innen der Sozialverbände über Seniorenarbeit in der Pandemie. Auf Einladung des SPD-Landtagsabgeordneten Oliver Lottke und unter Moderation der Bürgermeisterkandidatin Christina Jantz-Herrmann führte die Fraktionsvorsitzende mit Vertreter*innen der AWO, dem VdK, dem DRK und des Seniorenbeirates. Dabei waren sich alle einig, dass die Arbeit mit den älteren Menschen in der aktuellen Lage ungewöhnliche Methoden erfordere. Denn, so Lottke, was macht Corona mit den älteren Menschen? Es führe zum Abbau der Sozialkontakte, die Lebensfreude fehle vielen Senior*innem, sie vereinsamen. Ingrid Gieschen, Vorsitzende der AWO, wisse nicht, wie sie aufgrund der Abstandregeln das beliebte Kaffeetrinken mit 80 Personen durchführen soll: „Wir dürfen in die Pfarrscheune nur mit maximal 15 Personen“, berichtet sie. Da müsse die Schwaneweder Politik helfen, fordert Christina Jantz-Herrmann. „Die Gemeinde sollte bei Bedarf noch stärker als bisher die Vereine und Verbände bei ihrer Arbeit unterstützen, sei es bei ihrer finanziellen Absicherung, bei Fragen zu Anträgen oder eben zu Räumlichkeiten“, so die SPDlerin. Ingrid Gieschen berichtet von einer Idee der AWO: „Wir haben unsere Mitglieder jetzt einfach angerufen, machen auch Hausbesuche“. Heinz Zimmermann vom Seniorenbeirat wies auf die zu dünne Personaldecke in den Alten- und Pflegeheimen hin. Damit traf er auf ein offenes Ohr von Johanne Modder: „Die Bedingungen in der Pflege und auch die Sozialvertretung in der Pflege müssen verbessert werden, die Erfahrungen, die wir jetzt in der Corona-Zeit machen, müssen wir in die Zukunft mitnehmen“, fasste die Landespolitikerin zusammen.


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