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Übung im Allwetterbad

Im leeren Allwetterbad spielten mehrere Ortsfeuerwehren ein Unfallszenario durch.

Anspruchsvolle Rettungsaktion: Zwei „Vermisste“ musste aus dem vier Meter tiefen Teil des leeren Schwimmbeckens geborgen werden. Foto: Feuerwehr Osterholz-Scharmbeck

Anspruchsvolle Rettungsaktion: Zwei „Vermisste“ musste aus dem vier Meter tiefen Teil des leeren Schwimmbeckens geborgen werden. Foto: Feuerwehr Osterholz-Scharmbeck

Osterholz-Scharmbeck. Die Ortsfeuerwehren Osterholz-Scharmbeck, Pennigbüttel und Scharmbeckstotel hatten Ende September Gelegenheit, eine Einsatzübung in einem ungewöhnlichen Objekt durchzuführen.

Da das Allwetterbad wegen Wartungsarbeiten geschlossen und das Wasser abgelassen war, nutzen die Einsatzkräfte dies für Ihre Ausbildungszwecke. Gemäß Übungsszenario war es bei Wartungsarbeiten an der Schwimmbadtechnik zu einer größeren Verpuffung gekommen. 13 Techniker wurden im weitläufigen Schwimmbadareal vermisst. Aufgrund der Größe der Einsatzlage wurde neben den drei Wehren auch die Führungsunterstützungsgruppe der Stadtfeuerwehr eingesetzt.

Insgesamt sieben Trupps gingen unter Atemschutz zur Menschenrettung in das komplett abgedunkelte Gebäude vor. Die Vermissten, die durch Übungs-Dummys und Mitglieder der Jugendfeuerwehr verkörpert wurden, waren an unterschiedlichen und teilweise sehr anspruchsvollen Stellen des Schwimmbades positioniert. So waren zwei Vermisste in das (abgelassene) Schwimmbecken gestürzt. Mittels Schleifkorbtrage und Steckleitern mussten hier vier Meter Höhenunterschied überbrückt werden.

Insbesondere im Technik-Keller des Schwimmbades war das Absuchen des Bereiches körperlich sehr anspruchsvoll für die Atemschutzgeräteträger. Dort war ein Arbeiten teilweise nur auf allen Vieren möglich. „Besonders die Absprache zwischen den Trupps war bei der baulich anspruchsvollen Gegebenheit wichtig“, sagt Hendrik Schumacher, der als einer der Atemschutzgeräteträger im Einsatz war. „Das hat aber insgesamt sehr gut funktioniert.“ Erkennbar war dies an der Einsatzdauer: Nur 34 Minuten nachdem die Suche gestartet hatte, waren alle „Vermissten“ gefunden und aus dem Schwimmbad zu einer fiktiven Verletztenübergabestelle gebracht worden.

„Wir freuen uns sehr über die Gelegenheit zu dieser besonderen Übung“, so Einsatzleiter Tilman Behrens. „Sich immer wieder mit solch prominenten Gebäuden im Stadtgebiet im Detail vertraut zu machen, hilft uns dann im Ernstfall nachhaltig.“ Mit einer abschließenden Nachbesprechung der 45 Übungsteilnehmer endete dieser Übungsabend.


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