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Tschentscher auf Gut Sandbeck

Michael Harjes, SPD-Kreisvorsitzender Osterholz und Kandidat für die bevorstehende Landratswahl im September, begrüßte beim SPD-Sommerempfang als Ehrengast Dr. Peter Tschentscher, den Ersten Bürgermeister und Präsidenten des Senats der Freien Hansestadt Hamburg.

Bürgermeister Torsten Rohde (links) und Michael Harjes (rechts) mit Dr. Peter Tschentscher auf Gut Sandbeck.

Bürgermeister Torsten Rohde (links) und Michael Harjes (rechts) mit Dr. Peter Tschentscher auf Gut Sandbeck.

Bild: Ks

Osterholz-Scharmbeck. Der Hof vor der kleinen Scheune des Gutes Sandbecks hatte sich in einen Biergarten verwandelt, der Grill wurde angeheizt. SPD-Prominenz und deren Anhänger aus dem gesamten Landkreis hatte sich in lockerer Runde und überwiegend in Freizeitkleidung eingefunden. Bürgermeister Torsten Rohde zeigte sich als perfekter Hausherr des Kulturzentrums Gut Sandbeck, hieß die Anwesenden herzlich willkommen und wies auf die Schönheit des schönen Ortes hin. Zuvor hatte Michael Harjes einige Worte an die Gäste gerichtet, unter denen sich auch der noch amtierende Landrat Bernd Lütjen, der ehemalige Landrat Dr. Jörg Mielke sowie Oberkreisdirektor Hans-Dieter v. Friedrichs befanden.

Die politischen Themen

Dr. Peter Tschentscher wusste als gebürtiger Bremer bereits vor dem Ortstermin, wie schön es in der Region sei und lobte auch das Wahlprogramm der SPD im Landkreis, welches solide Finanzen an die Spitze stellt. „Die Bürgerinnen und Bürger wünschen, dass mit ihren Steuergeldern gut umgegangen wird.“ Nur ein guter Haushaltsplan sowie das Unterstützen der Wirtschaft bringe Geld für Investitionen ein. Auch die übrigen Punkte des Wahlprogramms der SPD lobte der Gast. Das Grundthema Bildung sorge dafür, dass junge Menschen einen guten Start ins Leben fänden. Ein Beruf sei die Voraussetzung für eigenständiges Leben.

Beim Thema Klimaschutz veralberte der Erste Hamburger Bürgermeister die Grünen in seiner Stadt und ihre Jutebeutel. Da lobte er sich das Programm der hiesigen SPD, die laut Wahlprogramm mit moderner Technologie mehr Klimaschutz erreichen wolle. Deutlich sprach sich Tschentscher für den Einsatz von Wärmepumpen aus, sollte eine neue Heizung angeschafft werden müssen.

Die Alternativen zum Auto ausbauen, befand er für Wichtig. „Lese ich Euer Wahlprogramm, spüre ich, dass Ihr genauso denkt.“

Das Thema bezahlbares Wohnen, könne man nicht den Investoren und ihren unverschämten Mietpreisen überlassen, so der Sozialdemokrat. 140.000 Wohnungen habe die Stadt Hamburg unter SPD-Regierung geschaffen. Noch einmal 140.000 Wohnungen seien genossenschaftlich entstanden. Die vielen Wohnungen in Hamburg seien günstig, obwohl es sich nicht um Sozialwohnungen handele. Knapper Wohnraum führe zu hohen Mieten. Wohnraum vermieten dürfe kein Geschäft werden. „Baut selbst bezahlbare Wohnungen“, riet der Redner eindringlich. Es gelte „auf kommunaler Ebene zu beweisen, dass die SPD eine gute Wahl ist.“

Gern nahm Tschentscher nicht nur seine Grünen, sondern auch seine Hamburger CDU auf die Schippe. Diese schrieben alles in ihr Programm. Viele starke Sprüche, aber die SPD setze es dann um.

Der Elefant im Raum

Im Anschluss an seine illustre Rede nahm er sich den Sorgen und Fragen der anwesenden Gäste an. Zum Beispiel ging es um hohe Anforderungen für den Wohnungsbau. Gutes, solides Bauen braucht keine Trittschalldämmung auf dem Balkon oder Fußbodenheizung im Flur. Sein Erfolgsrezept zur Schaffung günstigen Wohnraums sei es, einen soliden Standard zu schaffen und unnötige Dinge auszusortieren. So habe man in Hamburg die Baukosten um 2.000 Euro pro Quadratmeter gesenkt.

Der riesige, dicke Elefant, der auf der Veranstaltung im Raum stand und noch keine Beachtung fand, wurde im Folgenden minimiert. Wie geht Hamburg mit der AfD und mit Abschiebungen um? „Ich habe Angst“, sagte eine Gästin. Auch hier lautete das Rezept von Peter Tschentscher: „selbst handeln“. Straftäter mit Migrationshintergrund seien „konsequent und hammerhart“ abzuschieben. Doch Straftäter seien wenige. 60 Prozent der Migranten seien junge Leute aus 180 Nationen. „Hamburg lebt von Weltoffenheit, Internationalität und Vielfalt.“ Hamburg sei seit Jahrhunderten Einwanderer- und Auswandererstadt. Würden die Einwanderer ausgewiesen, würde dieses die Stadt lahmlegen.


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