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Tennis auf zwei Rädern Der TOC bietet künftig Rollstuhltennistraining an

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Auch der Vorstand des TCO Andreas Rolf-Pissarczyk ist ganz begeistert von der Idee von Sabine und Arthur Jurkschat und unterstützt das Paar bei der Umsetzung.  Foto: pvio

Auch der Vorstand des TCO Andreas Rolf-Pissarczyk ist ganz begeistert von der Idee von Sabine und Arthur Jurkschat und unterstützt das Paar bei der Umsetzung. Foto: pvio

Osterholz-Scharmbeck (pvio). Es ist einer der am schnellsten wachsenden Rollstuhlsportarten der Welt: Rollstuhltennis. Nachdem er Ende der 70er Jahre entwickelt worden war, 1992 fester Bestandteil der Paralympics wurde und seit 2007 auf allen vier Grand Slam Turnieren vertreten ist, kann man ihn nun auch in Osterholz-Scharmbeck spielen. Breitensportwart und Trainer Arthur und die Sozialpädagogin und ausgebildete Inklusionsbeauftragte Sabine Jurkschat bieten die dynamische Variante des Tennis auf zwei Rädern beim Tennis Club Osterholz-Scharmbeck e.V. an.
Als Arthur Jurkschat im letzen Jahr seinen Tennistrainerschein absolvierte, stieß er beim Lernen auf die Rollstuhlvariante. Das Regelwerk unterscheide sich kaum vom Tennis ohne Rollstuhl. Lediglich der Ball dürfe ein Mal mehr aufkommen, bevor man ihn zurückschlägt, muss er aber nicht.
Ansonsten seien die Regeln dieselben.
Die wirkliche Herausforderung sei der Umgang mit dem Rollstuhl. Nicht nur bedarf es des Trainings, um aus dem Sitzen den Ball mit dem Schläger mit Vor- und Rückhand richtig zu treffen und die nötige Kraft aufzuwenden, ihn über das Netz zu befördern, sondern vor allem einer korrekten Fahrtechnik. Wie fahre ich auf den Ball zu und wie richte ich mich am besten zum Ball aus? Fragen, die alle im Training von Trainer Arthur beantwortet werden. „Unser Angebot richtet sich an Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Hierbei wird das Training auf die Fähigkeiten der Einzelnen angepasst“, erklärt der Trainer. Dementsprechend werde es im Training auch Rollstuhltrainingseinheiten, wie z. B. Slalomfahren, geben. Rollstuhlfahrer/innen lernen somit ihren Rollstuhl auch noch einmal neu kennen.
Im Vordergrund soll der gemeinsame Spaß stehen, so seine Frau Sabine. Der Spaß sei doch das Entscheidende im Breitensport, nicht die Erbringung von Leistung. Dem pflichtet Breitensportwart Arthur bei, „aber damit Rollstuhltennis richtige Freude bereiten kann, muss man ihn auch spielen können“, ergänzt er Sabine. Ein halbes Jahr Training müsse man schon hinter sich bringen, bevor ein spannendes Einzel oder Doppel gespielt werden kann.
Auch Trainer Arthur, der jahrlang Tennis spielt, habe Tennis im Rollstuhl neu lernen und entdecken müssen. Selber kein Rollstuhlfahrer musste er vor allem die Koordination von Rollstuhl und Schläger erlernen. Auch die Rückhand. Die führe man im Rollstuhl ganz anders als im Stehen. Aber auch die sportliche Variante des Rollstuhls unterscheide sich von der alltäglichen. Eine schräge Reifenstellung sorgt für mehr Dynamik und mehr Schlägerfreiheit.
Bei einem Tag der offenen Tür im nächsten Jahr möchten Arthur und Sabine Interessierten die Möglichkeit bieten, sich vor Ort von einem neuen möglichen Hobby begeistern zu lassen, das die bereichernde Erfahrung sportlicher Erfolge bereithält.
Starten soll das Training im Sommer, da dann die Tennishalle für die Rollstuhlspieler/innen frei sein wird. Wer Interesse, aber Sorgen hat, ob er oder sie überhaupt regelmäßig zum Training gefahren werden könnte, kann sich beruhigen. Auch an einen Fahrdienst zum Training haben Sabine und Arthur Jurkschat gedacht.
Wer es bereits kaum erwarten kann, mit dem Training zu beginnen, der bzw. diejenige sollte sich unter der Adresse a.j.orga@web.de melden.


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