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Stephanie Thiele ist neue Geschäftsführerin der Diakonie

Osterholz-Scharmbeck (cne). Stephanie Thiele ist die neue Geschäftsführerin des Diakonischen Werks und tritt die Nachfolge von Norbert Mathy an.
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Das Motto der Diakonie „Das Wichtigste ist erst einmal das Zuhören“ nimmt die neue Geschäftsführerin Stephanie Thiele sehr ernst. Jetzt geht es ihr zunächst darum, Land und Leute gut kennenzulernen. Foto: cne

Das Motto der Diakonie „Das Wichtigste ist erst einmal das Zuhören“ nimmt die neue Geschäftsführerin Stephanie Thiele sehr ernst. Jetzt geht es ihr zunächst darum, Land und Leute gut kennenzulernen. Foto: cne

Menschen liegen ihr am Herzen. Stephanie Thiele, neue Geschäftsführerin des Diakonischen Werkes in Osterholz-Scharmbeck, begann ihren Berufsweg als Pflegefachkraft, nahm Fort- und Weiterbildungsangebote wahr, packte ein Studium obendrauf und wechselte in Management-Funktionen. Ihre Schwerpunkte lagen dabei neben der wirtschaftlichen Geschäftsleitung auch im Qualitätsmanagement und in der Personal- und Organisationsabwicklung.
„Ich habe mich immer für den Werdegang von Kirche und Diakonie interessiert“, sagt die Mutter eines siebenjährigen Sohnes, die mit ihrer Familie in Stuhr lebt. Daher durchlief Stephanie Thiele auch noch eine diakonische Ausbildung, die sie 2016 in Bethel als Diakonisse der Schwesternschaft Sarepta, eingesegnet im Kirchendienst der evangelischen Kirche Westfalens, abschloss. „Meinem Mutterhaus Sarepta in Bethel bei Bielefeld bin ich nach wie vor eng verbunden“, verrät Thiele mit einem Lächeln.
 
„Hier kann ich etwas bewirken“
 
Mit ihrer Verbundenheit zur Diakonie und ihrer Nähe zu Osterholz-Scharmbeck verfolgte Thiele schon seit einiger Zeit die Arbeit des hiesigen Diakonischen Werkes. „Zu diesem Zeitpunkt war ich als Geschäftsführerin in der Privatwirtschaft tätig, doch als ich hörte, dass die Position der Geschäftsleitung zu besetzen sei, habe ich mich beworben“, sagt Thiele. „Ich hatte das Gefühl, hier kann ich etwas bewirken und für die Menschen tun“.
Sie habe hier ein großartiges Team vorgefunden, lobt Thiele, jetzt läge es ihr zunächst daran, die Gemeinde, Land und Leute kennenzulernen. Dann möchte sie das Diakonische Netzwerk weiter ausbauen und enger mit den Kirchengemeinden zusammenarbeiten „Diese Zusammenarbeit hat leider unter Corona gelitten“, bedauert Thiele. Auch einige, noch nicht spruchreife Projekte hat Thiele bereits im Fokus. „Das Anderland wird zum Beispiel in diesem Jahr zehn Jahre alt“. Auch an dem Bauprojekt im Zentrum der Kreisstadt gilt es, im Sinne der Diakonie weiterzuarbeiten. „Ich habe festgestellt, dass hier die Diakonie mitten im Leben dabei ist, das ist sehr erfreulich!“, lobt Thiele.
 
Netzwerk statt Hierarchie
 
Das passt zu ihrem Bild, bei dem die Diakonie keine Hierarchie, sondern ein Netzwerk mit niederschwelligen Angeboten, beispielsweise für Migrantinnen, bildet. „Unsere Mitarbeiter fahren dazu raus zu den Menschen und helfen ihnen in ihren eigenen vier Wänden“.
17 Fachbereiche bzw. Fachdienste gibt es derzeit unter dem Dach des Diakonischen Werkes, die von allen Menschen, unabhängig von Glauben oder Einstellung, wahrgenommen werden können.
Mit Weitblick und auf zukünftige Aufgaben fokussiert will sich Thiele zunächst mit den vielfältigen Abteilungen und deren Aufgaben im Diakonischen Werk vertraut machen, um dann einen zukunftsfesten Weg für die Diakonie zu finden und dadurch Angebote und ihre Qualität auf lange Sicht zu festigen.
Superintendentin Jutta Rühlemann lobte die neue Geschäftsführerin: „Wir hatten mehrere qualifizierte Bewerber auf die Position, doch bei Stephanie Thiele kam neben den nötigen betriebswirtschaftlichen, organisatorischen und qualitäts-fokussierten Kenntnissen auch ein ‚zuhause sein in der Kirche‘ hinzu, das wir als Geschenk erachten“.


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