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Spannend bis zum Schluss

Neun Sechstklässler und Sechstklässlerinnen begeistern beim Vorlesewettbewerb in der Schatulle mit packenden Texten und großer Bühnenpräsenz.

Auch Marielle Bonnemann (Haupt- und Realschule Ritterhude) las als schulbeste Vorleserin in der Schatulle. Bester wurde Mateo Jahic (drittes Kind von links).

Auch Marielle Bonnemann (Haupt- und Realschule Ritterhude) las als schulbeste Vorleserin in der Schatulle. Bester wurde Mateo Jahic (drittes Kind von links).

Bild: Ek

Osterholz-Scharmbeck. In der Haut von Kinderbuchautorin Johanna Lindemann und Stadtbibliothek-Mitarbeiterin Iris Belz hatte man nicht stecken wollen. Die beiden Jurorinnen des Vorlesewettbewerbs in der Buchhandlung Schatulle hatten es schwer, eine Entscheidung darüber zu treffen, wer von den Teilnehmenden am Vorlesewettbewerb am besten vorgelesen hat. Gut waren sie alle, auch der Stoff, den sie vorgelesen hatten, überzeugte und war spannend. Schließlich riefen Lindemann und Belz Ute Gartmann von der Schatulle zur Beratung hinzu.

Spannend von der ersten Minute an

Neun Sechstklässler und Sechstklässlerinnen hatten aus ihren ausgewählten Privatbüchern kurze Passagen vorgelesen. Den Start machte Jasper Kleist vom Osterholz-Scharmbecker Lernhaus im Campus. Mutig las er als Erster vor den gleichaltrigen Mädchen und Jungen und deren Angehörigen vor. Seine Stimme war fest, nach drei Minuten war die Passage gelesen. Die Zeit wurde vorgegeben. Zum Leiden der Zuhörenden, denn sie hätten den Vorlesenden weit länger zuhören wollen.

Der Scharmbecker Gymnasiast Justus Schöpfer übernahm den Vorleseplatz mit einer packenden Szene aus Bradfords Roman „Body Guard – die Entführung“. Hier war die Unterbrechung genau so schlimm wie bei Leonie Trussina, die von der IGS ins Rennen geschickt worden war mit dem Thriller „Tödliches Nachsitzen“. „Auch wenn es sauspannend ist“, entschuldigte Sabine Gartmann die Drei-Minuten-Regel. Der Ritterhuder Gymnasiast Mateo Jahic hatte sich für den Jules-Verne-Klassiker „20.000 Meilen unter dem Meer“ entschieden und beeindruckte mit den problemlos und absolut verständlich vorgelesenen, nicht mehr so gängigen Wörtern und verschachtelten Sätzen. Seine Stimme hatte einen hohen Wiedererkennungswert, dass es einen kaum erstaunen dürfte, sollte er eines Tages Hörbücher oder Hörspiele einsprechen.

Aschegeister und Seelentiere

Liam Afacan von der Gesamtschule Hambergen las aus dem „Zauberer von Oz“. Dabei verlieh er seiner Stimme verschiedene Farben verlieh für die jeweiligen Protagonisten. Mit klarer Stimme und guter Aussprache begann die Schwaneweder Waldschülerin Emilia Carlotta Meißner, ihre Passage aus ihrem Buch „Ein Geheimnis und ein perfektes Desaster“ zu lesen. Vorher hatte sie allerdings schon mit ihrer kurzen Buchvorstellung bewiesen, dass sie druckreif frei sprechen kann.

„Sepia“ hieß das Buch, aus dem Josefine Hanisch vom Gymnasium Lilienthal von Aschegeistern vorlas, Lotta Feetje Oberender von der Lilienthaler IGS Grasberg hatte sich „Kinder mit Stern“ von Martine Letterie ausgesucht und erzählte die Geschichte von Betty und Ruth. Die Schülerin der Haupt- und Realschule Ritterhude Marielle Bonnemann versank während ihres Lesens aus „Magic Island – Ruf der Seelentiere“ in ihre eigene Welt, so schien es zumindest.

Schwierige Entscheidung

„Ich lese einfach gern“, sagte nicht nur Mateo Jahic. Er sprach da wahrscheinlich für alle seine Mitstreitenden. Das hörte man ihnen deutlich an, auch beim Lesen des den Wettbewerb beschließenden unbekannten Textes aus dem Buch „GespensterZentrale“ von Wiebke Nieland und Anne-Dore Krohn.

In der Beratungszeit der Jurorinnen vertieften sich die meisten Kinder in die Bücher der Schatulle, entdeckten „Harry Potter“, „Lilli Links außen“ oder „Tintentod“.

„Eure Eltern können total froh sein, dass sie euch haben“, sagte Ute Gartmann abschließend zu den Kindern. Stets so klasse Geschichten vorgelesen zu bekommen, da sei schon was. Die Eltern von Mateo Yahic werden künftig sicherlich wieder öfter in den Genuss kommen, ihrem Sohn zu lauschen. Wenn er sich auf den Bezirksentscheid im März/April vorbereitet. Denn Mateo wurde schließlich von der Jury zum landkreisbesten Vorleser der Sechstklässler gekürt.


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