

Osterholz-Scharbeck. Nach dem erfolgreichen ersten Dinner-Event im November 2024 folgt nun endlich die Fortsetzung der Benefiz-Veranstaltung am Samstag, 19. September. Die Teufelsmoor-Saga, dessen erster Teil in sehr kurzer Bühnenfassung in Gestalt des Roten Gerds erzählt wurde, handelt in Teil zwei vom Schwarzen Vogt.
Dinner in drei Akten
Eingebettet zwischen Vorspeise, Hauptgang und Nachtisch wird das Theater in Osterholz (TiO) die Gäste in drei Akten mit er gespielten Geschichte in die Zeit des Schwarzen Vogts mitnehmen. Im Gegensatz zum ersten Dinner-Event, das vor zwei Jahren bei Tietjens Hütte stattgefunden hat, wird das Event dieses Mal im Zuhause des TiO, in der Großen Scheune auf Gut Sandbeck, zu Gast sein. „Es war toll bei Tietjens Hütte, aber der Aufwand war einfach zu groß“, erinnert sich Bühnenleiter Timon Fine. „Hier haben wir fürs Schauspiel wesentlich mehr Platz.“ Einziger Nachteil: Man habe nun mit 125 Zuschauerplätzen ganze 20 Plätze weniger als in der Auftakt-Veranstaltung in Tietjens Hütte.
Catering aus Lilienthal
Das Catering wird in diesem Jahr RiCo-Event aus Lilienthal übernehmen, hinter dem sich Ribana Colar versteckt, deren kulinarische Arbeit hinlänglich bekannt sein dürfte in der Kreisstadt. Stefanie Garbade vom veranstaltenden Rotary Club Osterholz-Scharmbeck erklärt: „Ribanas Team wird zum Einlass die Gäste mit einem Getränk begrüßen und sie zu den gebuchten Plätzen führen. Wie, die Rotarier, werden dann jeweils das Essen servieren.“
Der Traum vom Torfluftschiff
Das TiO wird sich um das Schauspiel kümmern, das insgesamt 30 bis 60 Minuten dauern wird. Sieben Darsteller, durchaus auch in Doppelbesetzungen, werden unter der Regie von Frank Fromme und Tina Stelljes mitwirken und so die Geschichte um die unauffällige Figur des Schwarzen Vogts des ersten Teils von vor zwei Jahren zum Leben zu erwecken. Der hat als Mittelpunkt im aktuellen Teil nun die grandiose Idee einer riesigen Maschine. Es ist das Jahr 1850, die Torfbauern arbeiten im Moor und erwarten kaum Erleichterung, denn so etwas Futuristisches wie eine Dampfmaschine würde im Moor versacken. Der Schwarze Vogt ersinnt seine Maschine als ein Torfluftschiff, die an Ballons die Arbeit von tausend Moorspaten übernehmen würde. Doch diese Machine scheint unfinanzierbar – wenn da nicht die berühmte Freundin des Vogts, Isabella de la Conté, im fernen Bremen ein gewisses Finanzgenie an den Tag legen würde. „Wir werden Anteile an der Maschine verkaufen“, lautet die Idee. Im Bremer Ratskeller ersteigert man die Anteile, doch auch das passiert nicht ohne Zwischenfall.
Sagenstoff für den guten Zweck
Dieser Wirtschaftskrimi mit einigen sagenumwobenen Elementen stammt aus der Feder von Michael Milbradt, der dafür die Teufelsmoor-Sagen mit seiner Frau Firoozeh Milbradt umgearbeitet hat. „Es hat schon mehrere Versuche gebraucht, bis auch meine Frau zufrieden mit den Szenen war“, erläutert Michael Milbradt die Qualität der Szenen, die schließlich gut 300 Seiten Saga eindampften, die wiederum gut und gerne Material für drei Theaterstücke liefern würde. Die Rechte für das Stück sind passenderweise mit den Milbradts als Autoren schon bei den Rotariern Osterholz-Scharmbeck, die die Einnahmen des Abends fast in Gänze an das TiO als Spende übergeben werden. „An dem Abend werden uns ‚Findorffs Erben‘ musikalisch unterstützen, die einen kleinen Teil abbekommen werden“, so Stefanie Garbade und Manfred Henkis als Vertreter der Rotarier Osterholz-Scharmbeck.
Die Eintrittskarten, die es ausschließlich im Vorverkauf ab Mittwoch, 1. Juli, bei NordWestTicket gibt, kosten 55 Euro und beinhalten Schauspiel, Essen und Begrüßungsgetränk. Der Einlass ist am Samstag, 19. September, um 18 Uhr auf Gut Sandbeck.




