Eva Kairies

Radfahren mit Top-Beteiligung

Das Stadtradeln begeistert im Landkreis Osterholz immer mehr Menschen. Mit über einer halben Million geradelten Kilometern wurden in diesem Jahr sämtliche bisherigen Bestmarken übertroffen.
Vielradfahrerinnen und -radfahrer wurden zur Prämierung ins Kreishaus eingeladen.

Vielradfahrerinnen und -radfahrer wurden zur Prämierung ins Kreishaus eingeladen.

Bild: Ek

Osterholz-Scharmbeck. Die siebte Beteiligung des Landkreises Osterholz an der jährlich stattfindenden bundesweiten Aktion „Stadtradeln“ wertete der Landrat Bernd Lütjen als vollen Erfolg. In einer kleinen Feierstunde im Kreishaus in Osterholz-Scharmbeck prämierte der Landrat die erfolgreichsten Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem gesamten Kreisgebiet. „Im Jahre 2020 sind wir mehr durch Zufall auf diese Aktion gestoßen“, erinnerte sich Lütjen, der damals den Versuch startete. „Seitdem hat das Stadtradeln eine tolle Entwicklung genommen“, denn in den 21 Tagen der Aktion hätten sich insgesamt 2.566 aktive Radlerinnen und Radler mit beeindruckenden 535.705 zurückgelegten Kilometern beteiligt. „Damit sind rund 88 Tonnen Kohlendioxid vermieden worden.“ Mit diesen Ergebnissen wurden allein die Gesamtkilometer der Vorjahre nochmals übertroffen. „Ein neuer Rekord für das Stadtradeln im Landkreis Osterholz“, freute sich der Landrat. Hätten im vergangenen Jahr noch 19 Personen die Vielfahrerinnen- und Vielfahrer-Marke von 1.000 Kilometern Strecke geknackt, so seien es in diesem Jahr mit 41 Leuten mehr als doppelt so viele gewesen. „Insgesamt haben sieben Teams mehr als 10.000 Kilometer erreicht.“

Die drei Einzelradler mit den meisten zurückgelegten Kilometern wurden vom Landrat beglückwünscht: Uwe Buroch führte das Feld an mit 2.128,5 geradelten Kilometern in 21 Tagen, gefolgt von Hans-Jürgen Mahnken mit 1.855,3 Kilometern in 21 Tagen. Den dritten Platz belegte Carsten Berg mit stolzen 1.827,4 Kilometern. Die Teams, die bereits ab zwei Personen bestanden, wurden für die durchschnittlich pro Kopf gestrampelten Kilometer bewertet. In acht verschiedenen Kategorien wurde nach den Spitzenreitern sondiert: die Schule mit den meisten Kilometern pro Kopf war die Grundschule Grasberg mit fünf Personen. Faun war das Unternehmen mit den meisten Kilometern. UBIG Osterholz e. V. war der radfahrstärkste Verein, der Zweiradclub Heiße Kette trug den Sieg in der Kategorie Engagement/Ortsteile davon. „dre-bar“ hieß der Sieger bei Radsport, die DRK-Kita-Wümmekieker lieferte in der Gruppe Kindertagesstätte ab. Das Sportforum Hambergen führte in der Kategorie Gesundheitswesen und die Kategorie Partei mit den meisten Kilometern entschied „Linksdrehen“ für sich. Die Teams mit den meisten Kilometern waren die Pedalritter (zwei Personen), die 806,3 Kilometer pro Kopf erreichten und das Team KFZ-Gutachter Maxim Knoop, die mit 13 Personen 629 Kilometer pro Kopf nachweisen konnten.

Die gewonnenen Gutscheine und die Preise rund ums Fahrrad waren eine schöne Kirsche auf der Torte, aber im Endeffekt waren die gewonnenen Eindrücke vom Radfahren im Landkreis noch schöner. „Der Landkreis Osterholz hat eines der besten Radwegenetze voller Kultur – interessant und wirklich vorzeigbar. So viel ist überall zu sehen, es ist so schön, entlang der Hamme oder Wümme zu fahren“, sagte Teilnehmer Bernd Rügen. Der Wermutstropfen sei der teils desolate Zustand einiger Fahrradwege, die mancherorts zugewachsen seien und im Winter nicht geräumt würden. Landrat Bernd Lütjen wusste um einige traurige Abschnitte, an denen man genauso dran sei wie an den vorzeigbaren Strecken. Er wünschte sich genauso wie Rügen einen perfekten Zustand des gesamten Radwegenetzes, an dem man, natürlich auch angesichts der Kreiskasse, weiterhin im Rahmen seiner Möglichkeiten arbeite.


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