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Planänderung bei der Bundeswehr

Der Truppenübungsplatz in Schwanewede wird nicht wie geplanz zum Ende des Jahres aufgegeben.

Bürgermeisterin Christina Jantz-Herrmann, Ministerialdirektor Dr. Alexander Götz, Prof. Roland Börgert und Brigadegeneral Holger Draber. Foto: akl

Bürgermeisterin Christina Jantz-Herrmann, Ministerialdirektor Dr. Alexander Götz, Prof. Roland Börgert und Brigadegeneral Holger Draber. Foto: akl

Schwanewede. Eigentlich sollte die militärische Nutzung des Truppenübungsplatzes der ehemaligen Lützow-Kaserne in Schwanewede zum Jahresende eingestellt werden. Nun gibt es neue Pläne.

Dr. Alexander Götz, Abteilungsleiter Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen beim Bundesministerium der Verteidigung hat in Schwanewede die jüngsten Pläne vorgestellt: Das Gelände wird Ende 2024 nicht komplett von der Bundeswehr geräumt. Zwar werden Teilflächen im Bereich südlich der Straße „An der Kaserne“ im Westen und Osten aufgegeben, ein dazwischenliegendes Areal allerdings erst einmal für die Ausbildung von Infanteristen weiter genutzt. Dadurch wird es auch weiterhin eine gewisse Lärmentwicklung durch das Verschießen von Platzpatronen aus Handfeuerwaffen geben. Diese Weiternutzung des Geländes soll allerdings zeitnah beendet werden. Die Bundeswehr sucht derzeit nach alternativen Ersatzflächen. Auf noch unbestimmte Zeit wird jedoch ein Gebiet nördlich der Straße „An der Kaserne“ zu Übungszwecken bestehen bleiben.

Auf dieser nördlich gelegenen Teilfläche befindet sich die Fahrschul-Geländebahn der Logistikschule der Bundeswehr in Garlstedt. Deren Kommandeur, Holger Draber, verwies auf die absolute Dringlichkeit der Weiternutzung dieser Ausbildungsstrecke. Die Transportkräfte der Bundeswehr seien mittlerweile auf Landes- und Bündnisverteidigung umgestellt worden. So seien auch Einsätze an der Nato-Bündnisgrenze in Litauen vorgesehen. Deshalb wächst der Bedarf nach gut ausgebildeten Kraftfahrern, die Transportfahrzeuge durch schweres und unwegsames Gelände sicher steuern können. Die Übungsbahn in Schwanewede biete dafür einmalige Voraussetzungen, die nur schwer ersetzt werden könnten, so der Kommandeur.

 

Enttäuschung in der Gemeinde

 

Bürgermeisterin Christina Jantz-Herrmann zeigte sich wenig erfreut über die aktuelle Entwicklung. Denn auf dem Gelände der ehemaligen Lützow-Kaserne plant die Gemeinde schon seit geraumer Zeit eine Bebauung mit über 500 Wohneinheiten und ist hierbei auch an feste Fristen gebunden. Besonders die Lärmbelastung durch die Schießübungen aber auch Verkehrsfragen stehen im Raum. Dennoch soll noch in diesem Jahr eine Entwicklungsgesellschaft für das Kasernengelände gegründet werden und auch die Bauleitplanung entsprechend weitergehen.


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