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Obstbaumpatenschaften für ökologisch orientierte Bürger:innen

(Osterholz-Scharmbeck / Heidhof). Das Forstamt Harsefeld setzt bei seiner Streuobstwiese auf aktives Engagement von Bürger:innen und ermöglicht Baumpatenschaften.

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Eine Patenschaft z. B. für einen Apfelbaum dauert 10 Jahre.

Eine Patenschaft z. B. für einen Apfelbaum dauert 10 Jahre.

Im Dezember letzten Jahres fand in der Revierförsterei Heidhof eine gemeinschaftliche Pflanzaktion des Forstamtes Harsefeld und der Grundschule Heilshorn statt. Kinder der 4. Klassen der Grundschule Heilshorn haben unter Anleitung 39 Obstbäume entlang eines Waldweges in der zum Forstamt Harsefeld gehörenden Försterei Heidhof gepflanzt.
 
Alte Kulturgüter
 
Heiko Ehing, Revierleiter der Försterei Heidhof freut sich: „Diese wegbegleitende Streuobstwiese wächst und gedeiht prächtig. Die Bäume haben im Frühjahr bereits geblüht, im Herbst werden die ersten Früchte reif. Wer sich vor Ort informieren möchte, findet in Verlängerung des Forstwegs in Richtung Garlstedter Kirchweg an Beginn und Ende der Streuobstfläche jeweils eine Informationstafel mit viel Wissenswertem zu dem Projekt“.
Hauke Klattenberg, Förster für Waldökologie und Naturschutz im Forstamt Harsefeld, erklärt: „Streuobstwiesen sind alte Kulturgüter, die jedoch immer seltener werden. Sie sind wichtig als Lebensräume für bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Siebenschläfer oder verschiedene Fledermausarten lieben diese Flächen; zahlreiche Insekten profitieren von der Blüte und dem Fallobst. Außerdem erhalten und fördern wir alte regionale Obstsorten. Aus diesem Grund möchten wir mit unserem Projekt im Forstamt Harsefeld verstärkt Wege begleitende Streuobstwiesen an einigen Hauptwegen anlegen“.
 
Wertvolle Kleinstbiotope
 
Dazu wurde an dieser Stelle kein klassischer Alleecharakter aufgebaut. Es wurden vielmehr Obstbaumgruppen mit jeweils 5 bis 10 Obstbäume an einer Stelle gepflanzt. Dadurch entstehen ökologisch wertvolle Kleinstbiotope.
Im Rahmen dieses Projektes können Bürger:innen Pat:innen eines Obstbaumes werden. Sie können so selbst an der Gestaltung der Streuobstwiese mitwirken und das anfallende Obst ernten. Hauke Klattenberg freut sich: „Wir schlagen mit diesem Projekt zwei Fliegen mit einer Klappe: Wir legen ökologisch wertvolle Biotope an und bieten interessierten Bürgern die Möglichkeit, sich aktiv zu beteiligen nach dem Motto: Mein Baum am Wegesrand.“ Eine Patenschaft dauert 10 Jahre und kann nach Ablauf um weitere 10 Jahre verlängert werden. „Der Obstbaumpate zahlt pro Baum 25 Euro pro Jahr oder für eine Gruppe von 3 bis 4 Bäumen als Kleinstbiotop 10 Euro pro Baum pro und Jahr“. Enthalten in dem Preis ist die Pflege der Obstbäume bis zum 3. Standjahr, das Namenschild - wenn gewünscht - und eine Risikorücklage bei eventuellem Ausfall der Bäume. Der Baum selbst bleibt allerdings weiterhin im Eigentum der Niedersächsischen Landesforsten. Neben den Patenschaften von bereits gepflanzten Bäumen können Interessenten auch selbst ihren Baum pflanzen. Die Pflanzung erfolgt an einem Tag im Herbst oder Winter. Zudem bekommt jeder Pate die Möglichkeit bei einem Schnittkurs den optimalen Obstbaumschnitt zu erlernen, um seinen Baum oder seine Baumgruppe ab dem 3. Standjahr selbst zu schneiden.
Anfragen oder Informationen bitte an die Funktionsstelle für Waldökologie und Naturschutz: Poststelle@nfa-harsefld.Niedersachsen.de.


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