

Osterholz-Scharmbeck. Im September 2026 wird in der Stadt ein neuer Seniorenbeirat gewählt: Das Gremium ist das „Bindeglied zwischen den Bürgern, der Politik und der Verwaltung“, wie Bürgermeister Torsten Rohde erklärt. Er wirbt dafür, für die Wahl in den Seniorenbeirat zu kandidieren. Gesucht werden Frauen und Männer, die sich ehrenamtlich und aktiv für die Belange der Generation 60plus einsetzen wollen.
Mit viel Spaß und Erfolg
„Es hat viel Spaß gemacht“, resümierten der amtierende Vorsitzende des aktuellen Seniorenbeirats Harry Schnakenberg und sein Amtskollege Thomas Nolte rückblickend. „Wir haben einiges auf den Weg gebracht“, berichten Schnackenberg und Nolte aus ihrer zurückliegenden Amtszeit. Für ein effektiveres Arbeiten bildete der Seniorenbeirat Arbeitsgruppen. Das habe sich bewährt. So müsse nicht jeder an jedem Projekt mitarbeiten. Die viele Arbeit verteilt sich moderat auf neun Beiratsmitglieder. Das Miteinander, der Erfolg und die Aufwandsentschädigungen sind der Lohn jedes Seniorenbeirats.
Die Idee für das „MOOR Mobil“ stammte aus der vorherigen Amtszeit des Seniorenbeirates. „Wir haben die Idee auf die Straße gebracht“, so Thomas Nolte. „Das Moormobil ist unser Leuchtturmprojekt.“ Das „MOOR Mobil“ fahre fünf Tage die Woche von 7.30 bis 18 Uhr. „Es wurde zu einem sehr gern genommenen Fortbewegungsmittel von Tür zu Tür.“ Senioren, die aus verschiedensten Gründen nicht mobil seien, bestellten das „MOOR Mobil“, um von der eigenen Haustür zum Arzt oder zu anderen Terminen gefahren zu werden.
„Das Schaffen neuer Sitzmöbel“, benannte Thomas Nolte ebenfalls als laufendes Projekt. Gemeint ist die Stadtmöblierung. Zum Beispiel das Aufstellen und Instandhalten von Sitzbänken. Dieses Projekt werde inzwischen landkreisweit, flächendeckend fortgeführt.
Die Bänke sind nummeriert. Ihre Nummern und Positionen sind Rettungsleitstellen und der Polizei bekannt. So würden in Not geratene Personen, die dort Platz nehmen, schnell aufgefunden.
Die zweimal jährlich stattfindende Ü60-Party im El Campo, Stammtischtermine, die Unterstützung der Seniorenfahrten: Es ist beachtlich, was das neunköpfige Seniorengremium ehrenamtlich und mit Freude auf die Beine stellt und noch stellen möchte.
Für die Belange der älteren Generation
Nicht zu kurz kommt bei all dem der Blick auf die regionale Politik. Der Seniorenbeirat ist in vier Ausschüssen vertreten: im Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung, im Ausschuss für Sport, Kultur und Tourismus, im Bau- und Umweltausschuss sowie im Ausschuss für Jugend, Senioren und Soziales. Bei ihren Besuchen in den Ausschüssen rücken die Senioren die Belange ihrer Generation in den Fokus. „Die Mitglieder des Seniorenbeirates bringen eine Masse an Erfahrungen aus ihrem beruflichen und privaten Umfeld mit. Das ist für uns unverzichtbar“, würdigte Bürgermeister Rohde und lobte die vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Fünf Jahre Amtszeit gehen nun für den aktuellen Seniorenbeirat zu Ende. Einige aus dem neunköpfigen Gremium werden erneut zur Wahl stehen. Eine Garantie, dass sie erneut gewählt werden, gibt es für sie nicht. Weitere neue Kandidatinnen und Kandidaten werden nun gesucht, um direkt in den Beirat hineingewählt zu werden oder nachzurücken, sollte jemand beispielsweise aus gesundheitlichen Gründen ausfallen.
Wie stelle ich mich zur Wahl?
Bis Freitag, 31. Juli um 12 Uhr, können interessierte Bürgerinnen und Bürger ihre Kandidatur bei der Stadtverwaltung im Rathaus, Rathausstraße 1, einreichen. Formulare gibt es dienstags bis freitags in der Zeit von 8 bis 12 Uhr bei Imke Ritthaler in Raum 133 oder zu den erweiterten Öffnungszeiten im Bürgerbüro. Ein Online-Formular oder das Formular als ausdruckbare PDF ist auch im Internet unter www.osterholz-scharmbeck.de/seniorenbeiratswahl erhältlich. Für weitere Fragen steht Imke Ritthaler unter Telefon 04791/ 17-355 oder per Email: ritthaler@osterholz-scharmbeck.de zur Verfügung.
Wahlberechtigte werden angeschrieben
Wahlberechtigt sind alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt Osterholz-Scharmbeck, die in diesem Jahr das 60. Lebensjahr vollenden. Sie werden angeschrieben, um bei der reinen Briefwahl ihre Stimme abzugeben, wer sie vertreten soll. Ihre Zahl wird aktuell mit 10.400 Personen beziffert. Das seien fast 1.000 mehr als vor 5 Jahren. Die Generation Ü60 wächst. Umso wichtiger sei es, dass sie in der Stadt einen aktiven Seniorenbeirat haben, der ihre Interessen vertritt und ihnen eine Stimme verleiht.


