

Ritterhude. Am 1. Oktober 2022 startete Malermeisterin Iris Thase aus Ritterhude als „Ein-Frau-Betrieb“ den Schritt in die Selbstständigkeit. Mittlerweile beschäftigt die Mutter zweier Kinder eine Gesellin. Zusätzlich regelt ihre Tochter, die ebenfalls Maler- und Lackierermeisterin ist, in Teilzeit die anfallenden Büroarbeiten. Seit dem 1. April dieses Jahres hat Iris Thase im Gewerbegebiet Ihlpol im hinteren Teil der Tischlerei Kämena einen kleinen Showroom nebst Werkstatt und Lager angemietet. Bürgermeister Jürgen Kuck, Wirtschaftsförderer Marc von Leesen und Paul Reese vom Vorstand der Interessengemeinschaft Ritterhuder Betriebe e.V. (IGB) waren neugierig und machten einen Kurzbesuch in die neuen Räumlichkeiten.
Kreativität auf kleinem Raum
In den kleinen, etwa 45 Quadratmeter großen Ausstellungsraum, hat die Malermeisterin viel Zeit und Arbeit gesteckt. Kunden, die ihr Zuhause verändern und modernisieren wollen, sollen hier direkte Eindrücke gewinnen und sich inspirieren lassen können. Zu sehen sind unterschiedlichste Maltechniken und Spachtelarbeiten für die Wand- und Bodengestaltung. „Ich will hier vor Ort Dinge zeigen, die nicht jeder in seinen vier Wänden hat“, erklärte Thase. So staunten die drei Besucher unter anderem über eine Lehmtapete, einer umweltfreundlichen Alternative zu herkömmlichen Wandverkleidungen. An zwei Arbeitsplätzen bereiten die Handwerkerinnen alte Möbel, wie in die Jahre gekommene Erbstücke, Tische und Schränke auf oder präparieren Materialien für den Einsatz beim Kunden vor. Es gibt keine festen Öffnungszeiten für den Showroom. Besuchstermine werden gezielt mit jedem einzelnen Interessenten abgesprochen. Bei einem Tag der offenen Tür am 26. April sei der Andrang groß gewesen und die Besucher hätten sich positiv überrascht gezeigt, weiß Thase zu berichten.
Gute Auftragslage
Iris Thase ist mit der Entwicklung ihres Geschäftes zufrieden. Die Auftragslage hat sich seit Beginn ihrer Selbstständigkeit auf einem hohen Niveau eingependelt. Viele neue Kunden finden ihren Weg durch „Mund-zu-Mund-Propaganda“ zu ihr. Dabei bereist sie mit ihrer Gesellin neben dem gesamten Landkreis Osterholz, auch Baustellen in Bremen und Oldenburg. Ab 1. August soll eine Auszubildende ihr Team verstärken. Sie wolle die Liebe zum Handwerk an junge Menschen weitergeben und freue sich auf die neue Mitarbeiterin, so die Firmeninhaberin. Bürgermeister Jürgen Kuck und Wirtschaftsförderer Marc von Leesen sind sich einig: „Das gefällt uns natürlich ganz besonders, dass sie auch ausbilden.“




