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Marco Begerow kandidiert für die Verwaltungsspitze in Ritterhude

Ritterhude (jm). Marco Begerow tritt als Kandidat der Bürgerfraktion bei der Kommunalwahl an. Der 47-Jährige möchte Bürgermeister in Ritterhude werden und seinen Unternehmergeist in die Verwaltung tragen.

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Marco Begerow will Bürgermeister in RItterhude werden. Der Unternehmer geht für die Bürgerfraktion ins Rennen.  Foto: jm

Marco Begerow will Bürgermeister in RItterhude werden. Der Unternehmer geht für die Bürgerfraktion ins Rennen. Foto: jm

Einstimmig wurde der Werbetechniker, der seit 2005 in der Gemeinde selbstständig ist, vor rund vier Wochen von der Bürgerfraktion als Kandidat nominiert. Im Vorfeld habe er lange überlegen müssen, gibt Begerow zu. Schließlich geht es um die Wahl zum hauptamtlichen Verwaltungschef. Für die Tätigkeit in seinem Unternehmen bliebe - sollte Begerow die Wahl gewinnen - kaum noch Zeit. Nach vielen Gesprächen mit seinem Geschäftsparnter und seiner Frau Jennifer, die ebenfalls in der Bürgerfraktion aktiv ist, habe er sich dennoch dafür entschieden, bei der Wahl im September anzutreten. „Die einstimmige Wahl war sehr motivierend und ich brenne dafür“, berichtet Begerow von der jüngsten Zusammenkunft der Bürgerfraktion.
 
„Trauriger Spitzenplatz“
 
Seine berufliche Selbstständigkeit bringt den Wahl-Ritterhuder, der seit 10 Jahren im Gemeinderat sitzt, auch zu einem seiner Kernthemen. Die Hammegemeinde müsse für Bürger:innen und Betriebe attraktiver werden, meint Begerow. „Ritterhude ist die teuerste Gemeinde Niedersachsens, noch vor der Landeshauptstadt Hannover“, sagt Begerow mit Blick auf die Hebesätze der Grund- und Gewerbesteuern. Als Ratsherr habe er versucht, deren Anhebung im letzten Jahr zu verhindern. „Diesen traurigen Spitzenplatz gilt es abzugeben. Es ist mir ein Graus, die Lasten auf die Unternehmen und Vermieter dieser Gemeinde abzuwälzen.“
 
Bessere Infrastruktur für Schulen
 
Ein Schwerpunkt seines kommunalpolitischen Engagements ist seit jeher das Thema Bildung, Begerow ist Vorsitzender des Bildungsausschusses in der Gemeinde. Die Ausstattung der Schulen - insbesondere mit digitaler Technik - hält er für ausbaufähig. „Ich sehe eine gewisse Diskrepanz zwischen der Geldmenge, die in die Schulen fließt und dem, was den Schülern letztendlich geboten wird. Im Bildungsausschuss müssen wir für jedes Stück Kreide kämpfen.“ Die Verwaltung müsse mehr Energie und Finanzmittel aufwenden, um den Schüler:innen eine wettbewerbsfähige Infrastruktur bereitstellen zu können.
 
Mehr Ladesäulen
 
Privat ist Begerow jüngst auf Elektromobilität umgestiegen. Dabei ist ihm ein weiteres Problem aufgefallen, das er beheben möchten. „Wenn die Elektromobilität weiter gefördert wird, dann wird es bald eng an den Ladesäulen“, berichtet der Bürgermeisterkandidat aus eigener Erfahrung. Das Ladesäulennetz sei noch ausbaufähig, für ihn sei außerdem klar, dass der Strom für Elektroautos nur aus erneuerbaren Quellen stammen dürfe. „Ein weiterer Ausbau von Solarflächen wird deswegen zur Beratung stehen“, so Begerow.
 
Corona-Wahlkampf startet online
 
Den Wahlkampf in der Corona-Krise sieht die Bürgerfraktion als große Herausforderung. Die unabhängige Wählergemeinschaft möchte demnächst ein Büro in Ritterhude eröffnen und sich dort mit den Bürger:innen austauschen. Ein monatlicher Stammtisch - zunächst online - soll auch in Kürze starten. Die Termine werde man auf der Homepage der Bürgerfraktion, die gerade überarbeitet wird, veröffentlichen. Das klassischen „Klinkenputzen“ sei aber auch in der Pandemie nicht ausgeschlossen, sagt Begerow. „Ich denke schon, dass wir von Tür zu Tür gehen werden, man kann ja Abstand halten.“


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