Marcel Foltmer

Landesjugendorchester tritt auf - Bruckners 8. Sinfonie in der Uwe-Brauns Halle

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Edith Fahrenholz, Jaspar Junghans, Mia Pribbernow und Samtgemeindebürgermeister Reinhard Kock sind gespannt auf das Konzert im April.  Foto: mf

Edith Fahrenholz, Jaspar Junghans, Mia Pribbernow und Samtgemeindebürgermeister Reinhard Kock sind gespannt auf das Konzert im April. Foto: mf

Hambergen. Am Ostersamstag ist es wieder soweit: Das Landesjugendorchester Bremen tritt in langjähriger Tradition in der Uwe-Brauns Halle in Hambergen auf. Geleitet vom Dirigenten Stefan Geiger spielt das Orchester Anton Bruckners 8. Sinfonie in c-Moll.
Bevor das Konzert an Ostern jedoch beginnen kann, muss das Landesjugendorchester die Sinfonie zuerst einüben. Zu großen Teilen geschieht dies in der Bildungsstätte Bredbeck, wo ab dem vierten April das alljährliche Osterprojekt des Orchesters stattfindet. Während des Projektes bekommen alle Gruppen – also Musiker*innen, die das gleiche Instrument beziehungsweise Instrumente der selben Familie spielen – die Möglichkeit, getrennt von einander mit eigenem Dozenten zu üben, bevor schließlich das ganze Orchester zusammen die Sinfonie spielt. Abgeschlossen wird das Projekt in diesem Jahr mit vier Konzerten: Karfreitag tritt das Landesjugendorchester in der Laeiszhalle in Hamburg auf, am Samstag kommen sie nach Hambergen, Ostersonntag spielen sie in der Glocke in Bremen und zum Abschluss können sich die Besucher des Konzertes im Dom zu Verden am Montag über das Orchester freuen.
Auf den Konzerten spielen die Musiker*innen die Sinfonie an einem Stück – eine beeindruckende Leistung, denn Bruckners Sinfonie, deren Uraufführung 1892 in Wien stattfand, ist mit einer Länge von 82 Minuten die längste seiner Zeit. Weiterhin kommt während der Aufführung die sogenannte „Wagner-Tuba“ zum Einsatz, eine von Richard Wagner speziell für den Ring der Nibelungen angefertigte Abwandlung des Horns, welche nur in wenigen Kompositionen Verwendung findet. Alles in allem eine große Herausforderung, dem das Orchester jedoch gewachsen ist.
Das 1971 gegründete Orchester nimmt auch stets Neulinge auf, die auf ganz verschiedene Art und Weisen dorthin finden, sei es durch Freunde, eine Empfehlung des Musiklehrers oder die Suche des Orchesters nach Aushilfen. Um aufgenommen zu werden, muss jeder Interessierte jedoch zuerst erfolgreich an einem Probespiel teilnehmen: Hier überprüft eine Jury, bestehend aus dem Dirigenten und einigen Vorstandsmitgliedern, die Bewerber auf ihre musikalischen Fähigkeiten. Dabei sollten zwei möglichst verschiedene Stücke vorgetragen werden. Das nächste Probespiel findet am 15. Februar in der Hochschule für Künste in Bremen statt.
Das Konzert des Landesjugendorchesters in der Uwe-Brauns Halle Hambergen findet am Samstag, den 11. April um 19 Uhr statt, Tickets gibt es für 8 Euro im Vorverkauf im Hamberger Rathaus oder bei Nordwest Ticket, an der Abendkasse kostet der Eintritt 10 Euro.


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