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Jugendarbeit stellt sich vor - Ausschuss besucht Jugendhaus am Pumpelberg

Osterholz-Scharmbeck (jm). Auf Antrag der Bürgerfraktion im Stadtrat besuchten die Mitglieder des Ausschusses für Jugend, Senioren und Soziales am vergangenen Dienstag das Jugendhaus am Pumpelberg. Leiterin Stefanie Bourai-Touré stellte die Einrichtung und ihr neues Team vor.
 
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Stefanie Bourai-Touré stellt den Ausschussmitgliedern ihr neues Team und das Jugendhaus am Pumpelberg vor.  Foto: jm

Stefanie Bourai-Touré stellt den Ausschussmitgliedern ihr neues Team und das Jugendhaus am Pumpelberg vor. Foto: jm

Im April trat Stefanie Bourai-Touré die Nachfolge von Monika Genßler als Leiterin der städtischen Jugendarbeit an. Die Bremerin hat Soziologie und Migrationswissenschaften studiert und war in der Vergangenheit unter anderem bei der Volkshochschule Delmenhorst für ein Projekt zur Berufsorientierung mit jungen Geflüchteten zuständig. In der Kreisstadt war es ihre erste Aufgabe, ein neues Team für die Jugendarbeit zusammenzustellen. Aus dem bisherigen Team ist Christine Struthoff weiterhin im Jugendhaus am Pumpelberg tätig, neu mit dabei sind Murat Güven Mohammad Alnemrat.
Das Jugendhaus am Pumpelberg ist montags bis donnerstags von 15 bis 20 Uhr für Jugendliche von zehn bis 20 Jahren geöffnet. „Nachmittags kommen eher die jüngeren, abends die älteren Jugendlichen“, berichtet Stefanie Bourai-Touré. Hauptsächlich werde das Haus von Jugendlichen aus dem Quartier Drosselstraße besucht.
Bei einer kurzen Führung konnten sich die Ausschussmitglieder ein Bild der verschiedenen Räume im Jugendhaus machen. Im großen Aufenthaltsraum gibt es neben zahlreichen Sofas und anderen Sitzgelegenheiten einen Billiardtisch und neuerdings auch eine Wunschwand. „Auch wenn wir nicht alle Wünsche erfüllen können, ist es wichtig, den Jugendlichen zu zeigen, dass wir ein Ohr für sie haben“, sagt Bourai-Touré. Auch im Jahre 2019 nicht zu unterschätzen ist die Bedeutung des Internet-Cafés im Jugendhaus. „Viele Jugendliche haben zwar Internet - aber nur auf dem Handy“, erklärt Bourai-Touré. Laptops und PCs besäßen sie hingegen seltener. Vor allem diejenigen, deren Schulabschluss vor der Tür steht, nutzten das Internet-Café für Bewerbungen und die Suche nach einem Ausbildungsplatz. „Dabei unterstützen wir natürlich. Mindestens 50 Prozent der Zeit wird der Computerraum auf diese Weise genutzt. Ansonsten werden Videos auf Youtube geguckt, was Jugendliche eben im Internet so machen.“ Jugendgefährdende Inhalte seien selbstverständlich gesperrt.
Ein großer Pluspunkt des Gebäudes ist die Sporthalle, die unter anderem für Ballsportarten bestens geeignet ist. Unter Aufsicht dürfen sich die Gäste auch mit Boxhandschuhen am Sandsack austoben. Die Halle wird auch von einem Tanzkurs der Jugendwerkstatt genutzt. Wer das sportliche Geschehen eher auf dem Bildschirm verfolgen möchte, kann im Playstation-Raum beispielsweise die beliebte Fußball-Simulation FIFA spielen. Der Keller des Jugendhauses wird unter anderem von der Kreismusikschule als Proberaum und für Unterrichtsstunden genutzt. Zu besonderen Anlässen - im Sommerferienprogramm etwa - wird gemeinsam mit den Jugendlichen in der hauseigenen Küche gekocht. Neben den regulären Öffnungszeiten bietet die städtische Jugendarbeit auch zwei Mädchengruppen im M56 und im Stadtteilbüro Drosselstraße an. „Es wurde der Wunsch geäußert, für Mädchen einen geschützten Raum einzurichten, wo sie unter sich sein können“, erklärt Bourai-Touré auf Nachfrage vom Ausschussvorsitzenden Thomas Kükelhahn (Bürgerfraktion). „Manche Familien schicken ihre Töchter auch nicht in gemischte Gruppen, das muss man respektieren. Wir möchten sie trotzdem gerne in unseren Bildungseinrichtungen haben“, ergänzt Stadträtin Bettina Preißner.


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