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Insolvenzantrag gestellt

Die Evangelischen Dienste Lilienthal und der Parkstift Osterholz haben einen Insolvenzantrag in Eigenverwaltung gestellt. Der Betrieb aller Einrichtungen läuft aber unverändert weiter.

Lilienthal. Die gemeinnützige Evangelische Dienste Lilienthal GmbH, Trägerin von drei Pflegeheimen sowie einer Ausbildungseinrichtung in den Landkreisen Osterholz und Cuxhaven, sowie die Parkstift Osterholz gGmbH, Trägerin eines Pflegeheims in Osterholz-Scharmbeck, haben am 25. Februar 2026 beim Amtsgericht Verden einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Das Amtsgericht Verden hat am 27. Februar jeweils die vorläufige Eigenverwaltung angeordnet und Rechtsanwalt Dr. Malte Köster aus der Kanzlei Kösterberner in beiden Verfahren zum vorläufigen Sachwalter bestellt. Die Kanzlei verfügt über ausgewiesene Sanierungskompetenz im Altenpflegesektor und war u.a. mit den Sanierungsverfahren bei der Convivo-Gruppe sowie bei Villa Vitalia befasst.

Auslöser des Antrags sind keine operativen Probleme, sondern finanzielle Belastungen aus der Vergangenheit, die im Rahmen der aktuellen strategischen Ausrichtung des Unternehmens nicht mehr aufgefangen werden konnten. Das Verfahren der Eigenverwaltung ist ausdrücklich auf die Sanierung und langfristige Stabilisierung des Unternehmens ausgerichtet.

Von dem Verfahren betroffen sind das Pflegeheim Huus Ihlienworth, das Pflegeheim Huus am Stadtpark in Hemmoor, der Parkstift Osterholz, der Michaelisstift in Lilienthal sowie die Ausbildungseinrichtung in Lilienthal. Alle Einrichtungen werden uneingeschränkt weitergeführt. Die Versorgung der Bewohnerinnen und Bewohner ist vollumfänglich sichergestellt.

Die Geschäftsführung wurde zur Begleitung des Verfahrens um die Insolvenz- und Restrukturierungsexperten der Kanzlei GÖRG, Rechtsanwalt Prof. Dr. Gerrit Hölzle und Rechtsanwalt Dr. Karl-Friedrich Curtze, erweitert. Beide stehen mit ihrem Team für alle insolvenzrechtlichen Fragen zur Verfügung.

Für eine dritte Gesellschaft der Gruppe, die in der Tagespflege tätige Hamme Quartier GmbH, wurde ein Antrag für ein sogenanntes Regelinsolvenzverfahren gestellt. In diesem Verfahren wurde Dr. Malte Köster vom Gericht zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.

Insgesamt sind in der Unternehmensgruppe rund 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig, deren Löhne und Gehälter gesichert sind.


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