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Hilfe für Risikogruppen

Landkreis Osterholz/Rotenburg (jm). Zahlreiche Vereine, Instituionen, Betriebe und engagierte Einzelpersonen bieten in der Corona-Krise Nachbarschaftshilfe für Risikogruppen an. Im ANZEIGER können Sie kostenlos auf Ihr Angebot aufmerksam machen.

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In den Landkreisen Osterholz und Rotenburg (Wümme) formieren sich zahlreiche Angebot für Nachbarschaftshilfe. Wenn Sie selbst Hilfe anbieten möchten, können Sie mit einer kostenlosen Anzeige in unserer Zeitung darauf aufmerksam machen.  Foto: AdobeStock

In den Landkreisen Osterholz und Rotenburg (Wümme) formieren sich zahlreiche Angebot für Nachbarschaftshilfe. Wenn Sie selbst Hilfe anbieten möchten, können Sie mit einer kostenlosen Anzeige in unserer Zeitung darauf aufmerksam machen. Foto: AdobeStock

Landkreis Osterholz/Rotenburg (jm). Nach bisherigen Erkenntnissen sind ältere Menschen besonders vom neuartigen Coronavirus gefährdet - vor allem, wenn sie Vorerkrankungen haben. Um die Risikogruppen zu schützen, hat die Landesregierung unter anderem Besuchsverbote in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen beschlossen. Für gefährdete Personen, die im eigenen Heim leben, springen nun zahlreiche Institutionen, Betriebe und ehrenamtliche Helfer*innen in die Bresche. Sie bieten vielerorts Einkaufsdienste und andere Hilfen kostenlos an. Im ANZEIGER gibt es ab sofort eine Hilfsbörse im Kleinanzeigen-Teil der Zeitung.
„Wir appellieren im Sinne der Solidarität an alle Bürgerinnen und Bürger, die nächsten Wochen solidarisch und rücksichtsvoll zu handeln“, sagt Frederik Burdorf, Kreisvorsitzender der Jusos in Osterholz-Scharmbeck. Er und seine Mitstreiter*innen in der Kreisstadt schließen sich einer bundesweiten Kampagne der SPD-Jugendorganisation an und bieten einen Einkaufsservice in Osterholz-Scharmbeck und der Samtgemeinde Hambergen an. Die Jusos sind zu diesem Zweck unter 04791/8079522 oder per Mail unter info@jusos-ohz.de zu erreichen. „Wir melden uns innerhalb 24 Stunden persönlich zurück und klären dann Detailfragen“, so Burdorf.
Ebenfalls im Stadtgebiet aktiv ist Peter Göbel mit einer neu gegründeten Bürgerinitiative. Sein Team aus Helfer*innen ist täglich von 7 bis 20 Uhr unter 0174/8049416 zu erreichen. Bürger*innen aus der Kreisstadt und Hambergen, die unter Quarantäne gestellt sind oder wegen Ansteckungsgefahr freiwillig zu Hause bleiben, können sich darüber hinaus an den Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes wenden. Der DRK-Mahlzeiten- und Versorgungsdienst ist montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr unter 04791/920016 oder kaminski@drk-ohz.de erreichbar. In der Samtgemeinde Hambergen wird das DRK bei Bedarf vom SPD-Distrikt unterstützt. „Weil wir über die notwendigen Strukturen verfügen, hatte der Vorstand erwogen, einen Besorgungsdienst anzubieten“, berichtet Bürgermeister Gerd Brauns. Nachdem die Genoss*innen vom Angebot des DRK erfahren haben, hätten sie sich mit dem Kreisverband in Verbindung gesetzt. „Es hilft ja nicht, wenn man konkurrierende Strukturen aufbaut und alles durcheinanderbringt. Wir sind so verblieben, dass die SPD zur Verfügung steht, wenn das DRK an seine Grenzen gerät und Hilfe benötigt.“
 
Vereine, Verwaltung und Betriebe helfent mit
 
In Grasberg stellt die Gemeinde ihren Ehrenamtsbus für Helfer*innen zur Verfügung und arbeitet mit der Inititative „Familienfreundliches Grasberg“ zusammen, die einen ehrenamtlichen Einkaufsdienst auf die Beine stellt. Wer diesen in Anspruch nehmen möchte - oder selbst als Helfer*in mitmachen - hinterlässt seine Kontaktdaten am besten auf dem Anrufbeantworter der Gemeindebücherei unter 04208/3966. „Wir möchten betonen, dass mit diesem Projekt nicht die nachbarschaftlichen Hilfen ersetzt werden sollen“ sagt Bürgermeisterin Marion Schorfmann.
Bereits am Montag formierte sich in Garlstedt die „Corona-Hilfe“, die unter 04795/1894 oder ra-jordan@jordan-radtke.de zu erreichen ist. Brigitte Matthes und Ortsvorsteherin Marie Jordan suchen auch noch hilfsbereite Mitbürger*innen aus der Ortschaft. Darüber hinaus nehmen sie Hinweise auf weitere Hilfsangebote gern entgegen, um eine Liste zu erstellen.
In Sandhausen koordiniert Jörg Kockert die Nachbarschaftsaktion „Sandhausen hilft sich“. Er ist telefonisch unter 04791/8077080 oder per Mail unter mail@joerg-kockert.de erreichbar und sucht ebenfalls noch Helfer*innen, die denjenigen (natürlich nur sprichtwörtlich! - bitte Abstand halten) unter die Arme greifen, die keine Hilfe aus dem Familienkreis oder von Bekannten bekommen können.
Auch die Vereine ließen nicht lange auf sich warten, um einmal mehr einen wertvollen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenleben zu leisten. In Ritterhude bietet die Damenmannschaft der Badgers ab sofort Einkaufshilfe an - der Service beschränkt sich dabei nicht auf die Hamme-Gemeinde. Auch in Osterholz-Scharmbeck, Lilienthal, Grasberg und Worpswede springen die Footballerinnen gerne ein. Wer das Angebot nutzen möchte, kann sich unter 04208/9190374 oder info-ladies@badgers.de mit ihnen in Verbindung setzen.
Ältere Bürger*innen aus Iselersheim können sich bei Pastor Simon Laufer unter 04796/410 oder 0176/78910991 melden. „Coronahilfe über die Kirche“ nennt sich die Aktion, die auf die ohnehin ausgeprägte Solidarität in den fünf Ortschaften setzt. Weitere Informationen sind unter www.coronahilfekirche.de zu finden.
Nicht zuletzt beteiligen sich auch Betriebe aus der Region an der Nachbarschaftshilfe. Die Firma OHJ Elektrotechnik steht Angehörigen von Risikogruppen in Ebersdorf und Umgebung zur Seite. Wer donnerstags bis 15 Uhr einen Einkauf unter 04765/831130 bestellt, bekommt seine Waren am Freitag geliefert. Die Firma Autoservice Bisaga aus Beverstedt/Kirchwistedt richtet einen Hol- und Bringservice im Umkreis von 15 Kilometern ein und kann unter 04747/9317585 kontaktiert werden.
Der ANZEIGER möchte dazu beitragen, dass Interessierte von Hilfsangeboten in ihrem Wohnort erfahren. Dazu richten wir ab sofort im Kleinanzeigenteil die Rubrik „Hilfsbörse“ ein. Wer gefährdeten Mitbürger*innen ehrenamtliche Hilfe anbietet, kann dort kostenlos mit einer Anzeige auf das Angebot aufmerksam machen. Besuchen Sie dazu unser Online-Portal www.anzeiger-verlag.de, klicken sie auf „Kleinanzeige aufgeben“, wählen Sie die Rubrik „Bis 50 Euro“ und dann „Hilfsbörse“ aus. Ihre Anzeige erscheint sowohl in der Print-Ausgabe, als auch online.


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