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„Go Green“ mit vielfältigem Programm in Lilienthal

Lilienthal (an). In diesem Jahr wird Lilienthal erstmals an den europäischen Nachhaltigkeitswochen teilnehmen, die in Lilienthal von der Freiwilligenagentur organisiert werden.

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Die Veranstalter*innen hatten sich im Mai auf die Nachhaltigkeitswochen gefreut, nun werden die geplanten Aktionen mit der europäischen Mobilitätswoche zusammengelegt.  Foto: an

Die Veranstalter*innen hatten sich im Mai auf die Nachhaltigkeitswochen gefreut, nun werden die geplanten Aktionen mit der europäischen Mobilitätswoche zusammengelegt. Foto: an

Lilienthal (an). In diesem Jahr wird Lilienthal erstmals an den europäischen Nachhaltigkeitswochen teilnehmen, die in Lilienthal von der Freiwilligenagentur organisiert werden. Ursprünglich sollten die europäischen Nachhaltigkeitswochen bereits ab Mai stattfinden. Coronabedingt wurden sie allerdings verschoben und werden nun mit der europäischen Mobilitätswoche (16-22. September) der Initiative Mobilität zusammengelegt. So haben Interessierte die Gelegenheit, Veranstaltungen vom 16. September bis zum 8. Oktober zu besuchen. Unter dem Motto „Go Green“ finden zahlreiche Veranstaltungen, Workshops, Mitmach-Aktionen und vieles mehr statt. Dabei wird das Ziel verfolgt, möglichst umfassend über die Themen Nachhaltigkeit und Mobilität zu informieren. Jeder kann was tun Man habe sich bewusst für die Themen Nachhaltigkeit und Mobilität entschieden, da diese zentral in der jetzigen Zeit seien. Es stehe vor allem die Erkenntnis im Vordergrund, dass jeder etwas bewegen könne und auch mal sein eigenes Verhalten hinterfragen sollte, so Bürgermeister Kristian Tangermann, der auch 1. Vorsitzender der Freiwilligenagentur ist. Denn Nachhaltigkeit hänge vom Verhalten jedes Einzelnen ab. Und es lohne sich, sich zu engagieren und das nicht nur, weil es um die Zukunft der nächsten Generationen geht. Lilienthals Bürgermeister Kristian Tangermann verweist auf den Earth Overshoot Day, der dieses Jahr auf den 22. August gefallen ist. Seit diesem Tag sind die natürlichen Ressourcen für dieses Jahr erschöpft, wir leben von der Substanz. Ein weiteres Indiz dafür, dass jeder etwas tun sollte. Nachhaltige Projekte Heike Wilhelm, zweite Vorsitzende der Freiwilligenagentur in Lilienthal, setzt schon länger auf nachhaltige Projekte. Sie betreibt das sogenannte „Exclusiv Mobil“, in den Räumlichkeiten ihrer Postfiliale an der Lilienthaler Hauptstraße. So gibt es dort eine Recyling-Station für Handys, Briefmarken, Kronkorken, Stifte, Korken und Druckerpatronen sowie eine Food-Sharing-Station. Zusätzlich bietet sie im Rahmen der Nachhaltigkeitswoche eine Jutebeutel-Tauschbörse an. Wer Jutebeutel zu Hause hat und diese nicht mehr braucht, kann diese abgeben und der/die Nächste, der/die diesen gebrauchen kann, darf ihn mitnehmen. Das Repair Café in Lilienthal verfolgt schon lange das Motto „Reparieren statt Wegwerfen“. Im Rahmen der Nachhaltigkeitswochen bieten ehrenamtliche Reparaturexpert*innen ihre kostenlose Unterstützung bei der Reparatur von Haushaltsgeräten, Fahrrädern und Nähmaschinen an. Vielfältiges Programm Das „Go Green“- Programm in Lilienthal soll über die Vielfältigkeit der Nachhaltigkeit informieren und ganz verschiedene Bereiche abdecken. Es geht um Nahrung, Artenvielfalt, Mobilität, Konsum und viele andere Themen. Zum Auftakt der Mobilitätswoche am 16. September gibt es in der Bibliothek einen Büchertisch zum Thema „Mobilität für alle“ sowie eine Ausstellung zum Thema „Mobilität in Lilienthal im frühen 19. Jahrhundert“. Bildmaterial stellt der Heimatverein Lilienthal bereit. Im Rahmen einer weiteren Aktion geben Ratsmitglieder für eine Woche lang ihre Autoschlüssel ab. Ein Ansporn auch für andere, das einfach mal auszuprobieren. Am Donnerstag, 17. September gibt es einen autofreien Schultag, am Samstag, 19. September findet die Müllsammelaktion „Lilienthal räumt auf“ statt. Für Kinder bietet die Bibliothek Lilienthal in Kooperation mit Familie Haar einen Landschafts-Modellbau an, erzählt Martina Sackmann von der Bibliothek Lilienthal. Für Kinder und Jugendliche ab 9 Jahren veranstaltet Aktionsträger Hajo Tröger einen spannenden Tag. Gemeinsam soll ein Insektenhaus gebaut werden, das Bauen wird dabei von Bianca Kühn und Nils Dunsche von der multimediamobil Mitte der Niedersächsischen Landesmedienanstalt gefilmt, so dass Kinder, die aufgrund der begrenzten Plätze nicht am Workshop teilnehmen konnten, zu Hause die Insektenhotels nachbauen können. Das Projekt liegt Tröger am Herzen, da für ihn jedes Kind ein Recht auf analoges Leben hat und selbst nachhaltige Erfahrungen machen sollte. Nachhaltige Partnerschaft Die Veranstalter*innen loben vor allem die gute Kooperation. Man habe trotz Corona eine tolle Zusammenarbeit geleistet und gemeinsam ein buntes Programm zusammengestellt. Denn man unterstützt sich gegenseitig. So stellt der Abfallservice Osterholz unter anderem Müllsäcke für die Aktion „Lilienthal räumt auf“ bereit. Ganz im Sinne der Nachhaltigkeit soll auch die Partnerschaft möglichst nachhaltig sein. Man freue sich über alle Mitwirkenden und Unterstützer*innen, erzählen Mara Jekosch und Ingo Wendelken von der Initiative Mobilität sowie Dr. Regine Moll von der Freiwilligenagentur. Gefördert wird die Mobilitätswoche darüber hinaus von den Osterholzer Stadtwerken und die Nachhaltigkeitswochen von der BINGO Umweltstiftung. Annemarie Lampe vom Abfallservice Osterholz ist vor allem begeistert darüber, dass das Programm sich konkret mit der Nachhaltigkeit beschäftigt. Das sieht auch Dr. Regine Moll von der Freiwilligenagentur so. Viele Leute würden gerne nachhaltiger handeln, wüssten aber nicht wie. Das Programm soll eine Chance sein, jetzt zu starten, weiterhin wird es Aktionen außerhalb der drei Wochen geben. Interessierte können das Programm im Rathaus sowie in zahlreichen Geschäfte erhalten. Es lohnt sich einen Blick in das Programm zu werfen. Weitere Informationen sind auch im Internet auf den Webseiten der Freiwilligenagentur und der Initiative Mobilität zu finden.


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