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Gefährdete Rassen bedroht

Mit der Rückkehr der Blauzungenkrankheit wächst die Sorge um seltene Nutztierrassen. Die GEH empfiehlt Tierhaltern, ihre Bestände rechtzeitig impfen zu lassen.

Auch die Moorschnucken sind stark gefährdet.

Auch die Moorschnucken sind stark gefährdet.

Bild: Eb

Elbe-Weser-Dreieck. Die Blauzungenkrankheit breitet sich nach Angaben der Regionalgruppe der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH) erneut aus. Betroffen sei unter anderem der Landkreis Verden. Auch weitere Landkreise in der Nachbarschaft des Elbe-Weser-Dreiecks seien gefährdet.

Die Regionalgruppe ruft Tierhalter deshalb dazu auf, frühzeitig Vorsorge zu treffen. Bereits beim vergangenen Ausbruch habe die Krankheit erhebliche Lücken in die Bestände alter und gefährdeter Nutztierrassen gerissen. Aufgrund der vielfach geringen Tierzahlen könnten weitere Verluste den Fortbestand einzelner Rassen zusätzlich bedrohen.

Zu den gefährdeten Rinderrassen zählen unter anderem das Angler Rind, das Deutsche Schwarzbunte Niederungsrind, das Deutsche Schorthorn und das Rote Höhenvieh. Auch mehrere Schafrassen gelten als stark gefährdet, darunter das Bentheimer Landschaf, das Leineschaf, die Moorschnucke, das Ostfriesische Milchschaf und die Weiße Gehörnte Heidschnucke.

Die GEH-Regionalgruppe appelliert daher an alle Halterinnen und Halter alter und gefährdeter Nutztierrassen, ihre Tiere gegen die Serotypen 3 und 8 impfen zu lassen. Der Aufruf richte sich ausdrücklich an Hobby- und Kleinhalter. Bereits bei ersten Anzeichen wie Fieber, Lahmheit oder Apathie sollten die Halterinnen und Halter sofort reagieren.

Weitere Informationen, etwa zu Impfungen oder zur Verbringung von Tieren, erteilen die zuständigen Kreisveterinärämter.


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