

Osterholz-Scharmbeck. Eröffnet wird die Ausstellung am Dienstag, 10. Februar, um 18.30 Uhr im Rathaus Osterholz-Scharmbeck. Organisiert wird sie von den OMAS GEGEN RECHTS-OHZ und dem Bündnis für Demokratie OHZ. Die stellvertretende Bürgermeisterin Brigitte Neuner-Krämer hält die Eröffnungsrede. In einem Gastvortrag ordnet Sarah Frings vom Bündnis gegen Rechts Worpswede das Thema rechtsextreme Gewalt gesellschaftlich ein. Anschließend erläutert Karin Schimming von der Mobilen Beratungsstelle Niedersachsen/WABE e.V. Inhalt und Aufbau der Ausstellung. Für die musikalische Umrahmung sorgt der Gitarrist Georg Mikschl.
Blick auf Opfer seit 1990
Die Ausstellung lenkt den Blick auf Menschen, die seit 1990 in Niedersachsen von Tätern mit rechtsextremer Gesinnung getötet wurden. Erstellt wurde sie von der Mobilen Beratung Niedersachsen, der Betroffenenberatung Niedersachsen und Distance – Ausstieg Rechts Niedersachsen. Gefördert wird das Projekt im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie durch das Landes-Demokratiezentrum Niedersachsen. Träger ist der Verein WABE e.V.
Die Ausstellung umfasst 25 informative Roll-Up Motive. Im Mittelpunkt stehen Porträts von Menschen, die seit 1990 durch rechte Gewalt in Niedersachsen getötet oder schwer verletzt wurden, weil sie nicht in das Welt- und Menschenbild der Täter passten. Die Auswahl der Opfer erfolgte nicht zufällig, sondern richtete sich gegen Menschen, die bestimmten Gruppen zugeordnet wurden, etwa wegen ihrer Hautfarbe, kritischer Äußerungen über Hitler, eines Irokesenhaarschnitts, Alkoholkrankheit oder Obdachlosigkeit. Ergänzend nennt die Ausstellung weitere Namen und Schicksale von Opfern seit 1994 und zeigt Möglichkeiten des öffentlichen Erinnerns auf.
Die Ausstellung ist bis Freitag, 20. Februar, zu den regulären Öffnungszeiten des Rathauses frei zugänglich. Als Ansprechpartner sind Mitglieder der OMAS GEGEN RECHTS-OHZ und des Bündnisses für Demokratie OHZ vor Ort.




