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Ein Jahr Corona im Landkreis - Verwaltung zieht Zwischenfazit

Landkreis Osterholz (eb/jm). Vor rund einem Jahr wurde im Landkreis Osterholz der erste Corona-Fall bestätigt. Nun zieht die Kreisverwaltung ein Zwischenfazit.

„Niemand ahnte zu diesem Zeitpunkt, dass die Corona-Pandemie Deutschland so lange in Atem halten wird“, sagt Landrat Bernd Lütjen. Nachdem der Landkreis Osterholz zunächst auf Anweisung des Landes Niedersachsen Allgemeinverfügungen zur frühzeitigen Eindämmung des Corona-Virus erlassen hatte, folgte am 22. März 2020 die erste Niedersächsische Corona-Verordnung.
 
Verdienst aller Bürger:innen
 
Dieser schlossen sich mittlerweile rund 30 Aktualisierungen an. Umfassende Regelwerke, bei denen es dem Landkreis Osterholz von Beginn an ein wichtiges Anliegen gewesen sei, die konkreten Regelungen zeitnah und verständlich an die Bürgerinnen und Bürger weiterzutragen. Dazu wurde das Internetangebot ausgebaut und ein Bürgertelefon etabliert - mit Erfolg: „Auch wenn im Landkreis Osterholz die Infektionszahlen schwanken, konnte ein größerer Ausbruch bisher verhindert werden“, freut sich Bernd Lütjen. Das sei ein Verdienst aller Bürgerinnen und Bürger. „Wenn ich nun rund 365 Tage zurückblicke, bin ich sehr stolz auf das verantwortungsvolle Handeln aller Mitbürgerinnen und Mitbürger und vor allem dankbar für ihre Geduld. Allen ist bewusst, dass es mittlerweile ein echter Kraftakt ist, sich weiterhin konsequent an die bestehenden Regelungen zu halten und auf alle nicht notwendigen Kontakte zu verzichten. Gerade in den letzten Tagen kam es zu Unmut im Zusammenhang mit den ersten vorsichtigen Lockerungen, die auf Landesebene beschlossen worden sind. Wir dürfen nicht vergessen, dass wir uns weiterhin in einer Pandemie befinden, dennoch kann ich den Wunsch nach Perspektiven verstehen. Dieser wird auch uns gegenüber regelmäßig am Bürgertelefon geäußert“, erklärt Lütjen.
Bürgertelefon und Website hoch frequentiert
Das Bürgertelefon des Landkreises besteht seit dem 3. März 2020 und hat inzwischen rund 26.000 Anrufe entgegengenommen. Am Bürgertelefon unterstützen Kolleginnen und Kollegen aus allen Bereichen der Kreisverwaltung, die neben ihrer eigentlichen Tätigkeit bemüht sind, die Fragen und Sorgen der Anrufenden aufzunehmen und zu beantworten. „Es kursieren teilweise Übersichten im Internet, die stark vereinfacht sind oder nicht die aktuellen Regelungen in Niedersachsen abbilden. Wir erhalten hierzu Anrufe, da Bürgerinnen und Bürger verunsichert sind, welche konkreten Regelungen nun bei uns gelten. Wir erklären diese dann und verweisen auf das Online-Angebot des Landkreises“, berichtet Lütjen weiter.
Parallel zum Bürgertelefon kümmere sich ein weiteres Team um die Beantwortung der Anfragen, die schriftlich beim Landkreis Osterholz eingehen. Mittlerweile sind dies weit über 2.000 Anfragen. „Wir sind bemüht, alle Anfragen so schnell wie möglich zu beantworten. In manchen Fällen sind weitere Abstimmungen mit dem Land notwendig oder wir müssen - wie beispielsweise bei Terminanfragen zur Impfung - an die Landeshotline verweisen“, so Lütjen. Er schätzt, dass sich der überwiegende Anteil der Menschen im Landkreis Osterholz auf der Internetseite informiere. Zumindest ließen dies die Zugriffszahlen vermuten: Die Corona- Informationsseite des Landkreises wurde inzwischen über eine Million Mal aufgerufen.
Die FAQ zur Corona-Verordnung und zum Impfen ebenfalls über 120.000 Mal. Knapp 250 Meldungen hat der Landkreis auf der Internetseite und in den sozialen Medien bei Facebook, Twitter, Instagram und seit Herbst 2020 auch bei BIWAPP veröffentlicht. „Dies hat dazu geführt, dass wir mittlerweile rund 10.000 zusätzliche Follower auf den Plattformen haben. Ich freue mich, dass die Menschen aus dem Landkreis Osterholz auch diese Informationskanäle rege nutzen“, schließt Lütjen ab.
 
6.000 Menschen auf Warteliste
 
Im Landkreis Osterholz wurden inzwischen 1.973 Corona-Infektionen bestätigt. 52 Männer und Frauen im Alter zwischen 65 und 96 Jahren sind im Zusammenhang mit der Erkrankung an diesem Virus verstorben. Bei der Impfung der impfbereiten über 80-jährigen im Landkreis Osterholz befindet sich der Landkreis auf der Zielgeraden. Die Erst- und Zweitimpfungen in Alten- und Pflegeeinrichtungen konnten bereits abgeschlossen werden. Das Land hat vergangene Woche die zweite Impfgruppe freigegeben, so dass sich ab sofort auch Personen über 70 Jahren sowie Personen mit einer medizinischen oder beruflichen Indikation auf die Warteliste des Impfzentrums Osterholz eintragen lassen können (dies erfolgte weiterhin ausschließlich über das Land Niedersachsen telefonisch unter 0800 99 88 665 oder online unter www.impfportal- niedersachsen.de). Im Landkreis Osterholz wurden insgesamt 12.151 Impfungen durchgeführt, davon 8.100 Erst- und 4.051 Zweitimpfungen. Knapp 6.000 Menschen befinden sich auf der Warteliste.


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