

Landkreis Osterholz. Erfahrungsgemäß fliegen die Jungstörche Anfang August in die afrikanischen Überwinterungsgebiete, während die Altstörche Ende August ihren Flug dorthin antreten. „So ist es auch in diesem Jahr gewesen. 2026 war ein gutes Storchenjahr“, zog Ortwin Vogel, Storchenbeauftragter des NABU im Landkreis Osterholz, für dieses Jahr eine letzte Bilanz.
„Zirka 90 Storchenbrutpaare erbrüteten etwa 195 Jungstörche, die flügge wurden.“ Während in früheren Jahren durch anhaltenden Regen 20 bis 30 Prozent der Jungstörche in ihren Nestern eingegangen seien, waren es 2026 hauptsächlich Storchennestkämpfe gewesen, bei denen Eier zu Bruch gingen. Einige Jungstörche seien Nesträubern, wie Mardern, Seeadlern und Uhus zum Opfer gefallen, berichtete er.
„In 18 Storchennestern gab es keinen Bruterfolg“, bedauerte der Storchenexperte. Allerdings berichtete er im Gegenzug, von sechs erfolgreichen Neuansiedlungen in Seehausen, Werschenrege, Osterholz-Scharmbeck, Teufelsmoor, Hüttenbusch und Wallhöfen. Zwei dieser Neuansiedelungen erfolgten auf bereits bestehenden Pfahlbauten, zwei in Baumkronen alter Eichen zwischen Astgabeln und eine auf einer Fichte. Ein neues Brutnest wurde auf dem Schornstein der ehemaligen Zigarrenfabrik in Osterholz-Scharmbeck von den stolzen Großvögeln eingerichtet.



