Patrick Viol

Die Herbstzeitlosen - Ein inklusives Maskentheaterprojekt in Worpswede

Worpswede (eb). Seit August 2019 nutzt KuKuK in Worpswede e.V. das derzeit leer stehende Kaffee Worpswede für das inklusive Projekt „Die Herbstzeitlosen“. Hierbei handelt es sich um ein inklusives, generationsübergreifendes Maskentheaterprojekt, das sich mit dem Thema Mobilität und Teilhabe für alle auseinandersetz.
 

Bilder
Die Herbstzeitlosen: Ein Projekt, das die Möglichkeit bietet, sich zu einer kreativen Auseinandersetzung mit sich selbst zu motivieren.  Foto: Matthias Jäger/Worpsweder Museumsverbund

Die Herbstzeitlosen: Ein Projekt, das die Möglichkeit bietet, sich zu einer kreativen Auseinandersetzung mit sich selbst zu motivieren. Foto: Matthias Jäger/Worpsweder Museumsverbund

Theaterarbeit mit Masken ermöglicht das Spiel mit verschiedenen Identitäten. Das Alter, Geschlecht, Nationalität oder Behinderung spielen im Umgang mit Masken keine Rolle. Das Probehandeln und Spiel mit anderen Identitäten ermöglicht das Einfühlen und Erleben anderer Lebenswirklichkeiten. Hier findet eine Auseinandersetzung mit dem Thema „Teilhabe für alle - was heißt das?“ statt.
Kreative Auseinandersetzung
Weiter bietet das Projekt die Möglichkeit, den Einzelnen zur Arbeit an sich selbst und zur Auseinandersetzung mit bekannten und vertrauten Lebenssituationen, Rollen, Wunsch und Angstvorstellungen, Beziehungen und gesellschaftlichen Regeln zu motivieren. Die kognitive und emotionale Auseinandersetzung fördert die Akteure in ihrem ganzheitlichen Erleben, in der kreativen Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper sowie ihren Gefühlen und ihrer Sensibilität. Es fördert Selbstkenntnis und Selbstbewusstsein des Einzelnen und stärkt das Gruppengefühl. Dabei kommt es zu unterschiedlichen Gewichtungen ästhetischer, gruppendynamischer, inhaltlicher und pädagogischer Anteile.
Sensibilisierung der Öffentlichkeit
Rund um den Weltenbaum als zentralen Punkt des Kaffees Worpswede entstanden in den letzten 5 Monaten 26 Masken in zwei Gruppen, die nun zum Leben erweckt werden und sich an die unterschiedlichsten Orte in Worpswede und Umgebung begeben. Durch das Sichtbarmachen des Konfliktes, was „Teilhabe für alle“ bedeutet, soll neben dem Unterhaltungswert eine Sensibilisierung in der Öffentlichkeit geschaffen werden, um dem Thema Nachdruck zu verleihen.
Bereits 2016 kooperierte KuKuK in Worpswede e.V. mit der Barkenhoff-Stiftung als Mitglied des Museumsverbundes mit der Open-Air-Inszenierung „Bakobaal“. Dabei wurde das gesamte Barkenhoff-Gelände bis hin zur Großen Kunstschau mit Masken bespielt.


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