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Den Wandel mitgestalten - Kirchenkreis Osterholz-Scharmbeck in Landessynode vertreten

Landkreis (jm). Wenn Ende Februar die 26. Synode der Landeskirche zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammenkommt, endet für Eckhart Richter aus Sandhausen seine dritte Amtszeit als Vertreter des Wahlkreises. Mit Pastorin Birgit Spörl und Merle Garbade sind in der kommenden Legislaturperiode zwei Mitglieder aus dem Kirchenkreis Osterholz-Scharmbeck in der Landessynode vertreten.
 

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Eckhart Richter geht, Merle Garbade und Pastorin Birgit Spörl (rechts) kommen. Sie wollen aktiv den Strukturwandel in der Landeskirche in Hannover mitgestalten.  Foto: jm

Eckhart Richter geht, Merle Garbade und Pastorin Birgit Spörl (rechts) kommen. Sie wollen aktiv den Strukturwandel in der Landeskirche in Hannover mitgestalten. Foto: jm

„Die Landessynode hat sehr weitreichende Kompetenzen“, erklärt Superintendentin Jutta Rühlemann die Rolle des Gremiums, das aus insgesamt 80 Mitgliedern besteht, von denen 66 alle sechs Jahre neu gewählt werden. Die Versammlung ist eine von fünf Verfassungsorganen der Landeskirche Hannover, sie stimmt über alle Kirchengesetze ab und beschließt den Haushaltsplan. Zu weiteren Aufgaben zählen die Vernetzung mit der Bundesebene und die Positionierung in theologischen Fragen. Die Mitglieder der Synode sollen die Landeskirche auf wichtige Themen in den Gemeinden aufmerksam machen und gesamtkirchliche Themen in die Kirchenkreise tragen.
Immer eine Herausforderung
Für die letzten 18 Jahre reiste Eckart Richter aus Sandhausen regelmäßig nach Hannover zu den Tagungen der Landessynode und ihren Ausschüssen. „Die Themen, die mich dort erreicht haben, waren immer wieder eine Herausforderung“, erzählt der scheidende Synodal. In seinen drei Amtszeiten beschäftigte Richter sich unter anderem mit Sparmaßnahmen der Landeskirche, Gebäudemanagement und der neuen Kirchenverfassung, die Anfang des Jahres in Kraft getreten ist. „Wir kamen immer zu einem Konsens, zu der Maßnahme, die unsere Kreise in den Vordergrund gestellt hat“, lobt Richter die gute Zusammenarbeit in der Landessynode. Als gelernter Kaufmann konnte Richter sich in die finanziellen Angelegenheiten der Landeskirche schnell einfinden und war in den entsprechenden Ausschüssen tätig. „In theologische Themen musste ich mich erst einarbeiten. Die Bibelarbeit war für mich ein besonderes Erlebnis.“
Wandel mitgestalten
Ganz im Theologischen zu Hause ist hingegen seine Nachfolgerin Birgit Spörl. Die Pastorin aus Ritterhude kandidierte für den Sitz in der Synode, um über den Tellerrand der eigenen Gemeinde, in der sie seit 16 Jahren ihr Amt ausübt, hinauszuschauen. „Die Hälfte meiner kirchlichen Laufbahn habe ich jetzt hinter mir, die andere Hälfte noch vor mir“, sagt sie. „Ich habe schon viel Wandel erlebt.“ Vor der Wahl habe sie mit Eckart Richter gesprochen und festgestellt, dass die Arbeit in der Landessynode eine spannende Herausforderung sein könnte. Spörl möchte ihren Teil dazu beitragen, den Strukturwandel der Landeskirche mitzugestalten. „Wir wissen noch nicht, wohin die Reise geht, aber der Prozess muss gut begleitet werden.“
Frauen in der Mehrheit
Die 26. Landessynode besteht zu etwa zwei Dritteln aus neuen Mitgliedern - erstmals sind in der Versammlung Frauen in der Mehrheit. Der Altersdurchschnitt ist gesunken. Zu den jüngsten Mitgliedern zählt Merle Garbade. „Ich bin natürlich die Stimme der Jugend, aber nicht nur das“, sagt die Studentin, die aktuell in Hannover wohnt. Die Landessynode war ihr bereits früh ein Begriff, ihr Vater arbeitet in der Kirche. Besonders interessiert sei sie an der Öffentlichkeitsarbeit und der Kirchenmusik, sagt Garbade. Ein erstes Info-Treffen in Hannover habe einen positiven Eindruck hinterlassen, berichtet die Pennigbüttelerin. „Mir wurde dort viel zugehört. Es hat mir gut gefallen, dass man sich dort auf Augenhöhe begegnet.“


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